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 100 Jahre Mittel- und Realschule Duisburg Beeck (Gustav-Stresemann Realschule)

(Beitrag vom 05.04.2005 korrigiert am 28.05.2015)

Wichtige Ereignisse aus dem "Leben der Schule"
aus der Festschrift "100 Jahre Mittel- und Realschule Duisburg Beeck" von 1997

1896

Der Rat der Gemeinde Beeck beschließt am 21. April mit 16 gegen 15 Stimmen, zum 1.April 1897 eine ''PARITÄTISCHE KNABENMITTELSCHULE'' einzurichten.

1897

Am 27. April nimmt die Schule ihren Lehrbetrieb mit einer Klasse (52 Schüler) auf.

1898

Am 17. Oktober revidiert Herr Kreisschulinspektor Gebrig die Schule (71 Schüler in zwei Klassen).  

1899  Am 10. Januar wird Heinrich Wiegand, der bisher im Nebenamt Volksschulrektor war, vom Kuratorium der Schule einstimmig zum Rektor der Mittel'' schule gewählt und von der Königlichen Regierung in Düsseldorf bestätigt (1. April 1899). Schülerzahl: 87 (62 Schüler evangelisch, 25 Schüler katholisch)

1900

Am 26. April wird das neue Schulgebäude an der Kronprinzenstraße jetzt Bruckhauser Straße 18 - eingeweiht. Bis dahin waren zwei Klassen im evangelischen Gemeindehaus und eine Klasse in der evangelischen Volksschule   an der Nordstraße untergebracht.

1901

Durch die Einrichtung der obersten Klasse (die Mittelschule hatte damals 5 Jahrgänge) erlangt die Schule ihre statusgemäße Vollständigkeit.

1902

Das Schulgebäude wird endgültig fertiggestellt.

1903

Sechs Schüler erhalten nach bestandener Prüfung das Abgangszeugnis und werden von Verwaltung, Industrie und Handel übernommen.

1904

Die Bürgermeisterei Beeck wird in die Stadt Ruhrort eingemeindet. Die Schülerzahl sinkt auf 94 Kinder in fünf Klassen. Auf Stadtverordnetenbeschluss wird die 5. Klasse aufgehoben.

1905

Am 1. Oktober werden Ruhrort und Meiderich mit Duisburg vereinigt. Nach Herabsetzung des Schulgeldes auf 30 Mark steigt die Anmeldezahl. 128 Schüler werden in 4 Klassen (100 evangelisch, 28 katholisch) beschult.

1907

Die Teilung der Unterklasse wird nötig. Die Schule hat 151 Schüler, die von sechs Lehrern unterrichtet werden.

1911

Mit dem Schuljahrsanfang treten die Bestimmungen über die Neuordnung des Mittelschulwesens vom 3. Februar 1910 in Kraft. Die Schule wird dadurch sechstklassig. Das Schulgeld erhöht sich auf 50 Mark, 10% der Schüler können Freistellen erhalten. Zum erstenmal wird Stenographie - System Stolze-Schrey - Lehrgegenstand.

1912

110 neue Schüler werden angemeldet. Die Schülerzahl ist jetzt 319 und die Vermehrung der Schulklassen macht eine Vergrößerung des Schulgebäudes notwendig.

1913

Ein Anbau an der Nordseite wird fertiggestellt. Die Schule wird durch Regierungs- und Schulrat Nickoll und Schulrat Götze revidiert und erhält die Anerkennung als "vollberechtigte Mittelschule". Sie wird der Königlichen Regierung zu Düsseldorf unmittelbar unterstellt. Die Schule hat jetzt 8 Klassen.

1914

Die ''Einjährigenprüfung'' bestehen vier Schüler, und 14 erhalten das Abschlußzeugnis. In neun Klassen werden 389 Schüler unterrichtet (287 evangelisch, 100 katholisch, 2 jüdisch). Simon Heydorn wird als Hausmeister angestellt.

1915

7 Lehrer werden zum Kriegsdienst eingezogen und durch die Lehrerinnen Oltmanns, Jost und Schmitz ersetzt. Aus dem Krieg kehren die Lehrer Junker (gefallen am 16.10.1916 in den Vogesen), Lührmann und Kröger (gefallen am 25.10.1916 bzw. am 29.2.1918 vor Verdun) nicht mehr zurück.

1919

Mit Hugo Rapp wird der erste akademisch gebildete Mittelschullehrer (Studium an den Universitäten in Freiburg und Straßburg) an der Schule angestellt.

1923

Die Schule wird durch den Geheimen Oberregierungsrat Noell aus Düsseldorf einer gründlichen Revision unterworfen. Den versammelten Kollegen drückt er in einem Kolloquium seine Zufriedenheit aus.

1924

Am 31. März geht der Gründer und erste Leiter, Rektor Heinrich Wiegand, in den Ruhestand. Neuer Leiter der Schule wird Hubert Hüsges. Seine Fächer sind Englisch und Französich. Die Schulgemeinde unternimmt eine Dampferfahrt nach Zons.

1925

Mittelschullehrer Paul Brüse promoviert an der Universität Köln zum philosophischen Doktor. Die Schule kauft einen neuen Steinweg-Flügel von der Firma Adam in Duisburg und wird dadurch in die Lage versetzt, den Musikunterricht und die Schulfeiern ''eindringlicher'' - wie die Schulchronik vermerkt - zu gestalten. Die Schule gewinnt den Wanderpreis im Wettschwimmen gegen die Realgymnasien in Duisburg-Ruhrort (später Käthe-Kollwitz-Gymnasium) und Duisburg-Meiderich (jetziges Max-Planck-Gymnasium).    Mit einem Schauturnen, einer Ausstellung von Zeichnungen und Werkarbeiten und einem Festakt aus Anlaß der Entlassung der ''Reiflinge'' schließt das Schuljahr. Die `Gabelung der Oberstufe'' in eine kaufmännische, gewerbliche und normale Klasse wird eingeführt. Die Schülerzahl ist auf 586 in 14 Klassen gestiegen. Die Schule kauft einen `Laufbilderapparat''. Um den turnerischen und sportlichen Anforderungen besser gerecht zu werden, wird das Schulgrundstück durch den Erwerb des heutigen Sportplatzes nach der Südseite hin bedeutend erweitert. Zur Jahrtausend-Feier der Rheinlande führt die Schule das allegorische Spiel `Rheintreue'' auf, das Mittelschullehrer Emil Köntges verfaßt hat.

1926

Durch die Aufnahme von 84 Neulingen wird die Einrichtung einer 15. Klasse notwendig. Zur Überwindung der Raumnot wird auf dem Schulhof eine Doppelbaracke aufgestellt. Am 16. und 19. Januar finden Elternabende mit der Aufführung des Oratoriums ''Der zwölfjährige Jesus im Tempel'' von A. Brede statt.Zu Ostern verlassen die `Reiflinge'' erstmalig mit dem ''Zeugnis der Mittleren Reife'' die Schule. Hausmeister Simon Heydorn wird in den Ruhestand versetzt. Er war 1914 der Nachfolger des ersten Hausmeisters, Nikolaus Schulte, geworden. Mittelschullehrer Hugo Rapp erwirbt an der Universität zu Köln den Doktortitel. Musiklehrer Franz Baumann gründet einen Knabenchor, der später unter dem Namen Paul-Bäumer-Chor'' in Deutschland bekannt wird.

1927

20 Lehrer unterrichten 495 Schüler (448 Einheimische, 45 Auswärtige, 2 Ausländer) in 15 Klassen. Zu Ostern werden 67 Neulinge aufgenommen. Nach Konfession gliederten sich die Schüler in 275 Evangelische, 215 Katholische, 1 Jude und 4 Dissidenten''. Von den Lehrern waren 12 evangelisch, 7 katholisch und einer Dissident. Die Schüler erhalten erstmalig die Gelegenheit zu wahlfreiem Unterricht in Maschinenschreiben durch Mittelschullehrer Ernst Arpes. Dieser war vor dem Krieg Auslandslehrer in Tientsin gewesen und nach der Teilnahme am Kiauischou-Feldzug in japanische Kriegsgefangenschaft geraten. Der Antrag, der Schule den Namen Paul-Bäumer-Schule'' zu geben, wird von der Stadt Duisburg abgelehnt.

1929

Durch die zunehmende Arbeitslosigkeit geht die Schülerzahl zurück. Es werden im Schuljahr 1929130 392 Schüler in 12 Klassen unterrichtet. Die seit zwei Jahren nicht besetzte Hausmeisterstelle erhält Julius Kabelitz. Er bekommt die Stelle auf Grund des Zivilversorgungsscheines nach mehrjährigem Dienst bei der Schutzpolizei.

1930

Die Schülerzahl steigt wieder. Mit 114 Neulingen werden 3 Klassen gebildet.

1931

Mittelschulrektor Dr. Hüsges verläßt die Schule und übernimmt die Leitung der Knaben-Mittelschule Duisburg-Alt.

1932

Neuer Schulleiter wird Ernst Homeyer mit den Fächern Englisch und Französisch.

1933

Die Schule erhält den Namen ''Paul-Bäumer-Mittelschule''. Namenspatron ist der ehemalige Schüler und Flugzeugpilot Paul Bäumer aus Meiderich.

1939

Die Schulbaracke, in der die unteren Klassen untergebracht waren, brennt ab. Die Klassen müssen nun in den Schulen an der Prinz-Friedrich-KarlStraße und an der Pestalozzistraße unterrichtet werden.

1941

Die Klasse von Franz Baumann wird in das KLV-Lager in Bad Bockdanetsch bei Pardubitz (Tschechei) geschickt. Der Unterricht findet dort im historischen Rittersaal statt. In den nächsten Jahren folgen weitere Klassen nach Bad Podiebrad.

1943

Im Herbst gibt es eine Woche lang einen Einsatz bei der Kartoffelernte in der Lüneburger Heide (Scharnebeck). Die Jahrgänge 1927 und älter werden als Luftwaffenhelfer eingezogen. Sie erhalten verkürzten Unterricht, der oft von Fliegeralarm unterbrachen wird. Am 13. Mai gibt es einen verheerenden Luftangriff auf die Stadt Duisburg. Die Schäden an dem Schulgebäude sind nicht sehr groß. Die Schule wird in das ''Protektorat Böhmen und Mähren'' verlegt.

1944

Die Schulchronik, geführt von Heinrich Wiegand und Dr. Hubert Hüsges, geht infolge von Kriegseinwirkungen verloren.

1946

Am 21. Januar beginnt die Schulspeisung an der Schule. Die Suppe wird von den ''Katholischen Schwestern in Beeck'' zubereitet. Die Schulspeisung ist ein perfektes Mittel gegen Schulschwänzen und wird auch in den Osterferien fortgesetzt. Die Militärregierung ordnet die Vernichtung nationalistischer Lehrbücher, aller Stempel und des Siegels der Schule an. Der neue Name der Schule lautet ''Knaben-Mittelschule''.

1948

Schulhausmeister Bernhard Lokhaus tritt seinen Dienst an.

1950

Die Schultaschen der Schüler werden nach `Schmutz- und Schundliteratur'' untersucht. Es brauchen keine Bücher eingezogen zu werden. Fehlanzeige! Die Schule macht mit dem Dampfer "Westmark" einen Ausflug nach Xanten Klassen besichtigen den Marshall-Plan-Zug. In 15 D-Zug-Wagen wird über die ERP-Hilfe3 informiert.

1951

Elternabend der ehemaligen Schüler der Realschule Duisburg-Beeck (früher Paul-Bäumer-Chor) im Saal des katholischen Gesellenhauses in Duisburg-Ruhrort (Eintritt: 0,70 DM). Die Schulchronik (1897 - 1945) wird von Mittelschulkonrektor Wilhelm Schmitz (von 1899 - 1904 Schüler der Schule) rekonstruiert.

1959

Der Schullandheimverein Duisburger Realschulen e. V. wird gegründet und in Hollerath Kreis Schleiden (Eifel) ein Grundstück erworben.

1960

Die Schule belegt den ersten Platz in der Gesamtwertung (Turnen, Schwimmen, Leichathletik) bei den "Nordrheinischen Vergleichswettkämpfen der Realschulen'' in Frechen.

1961

Hermann Schlebes wird Leiter der Schule und löst Hans Schulte ab.

1964

Eine Klasse der St. Luke''s Modern School for Boys in Portsmouth besucht die Schule. Das 3. Fernsehprogramm berichtet in der Sendereihe "Prisma des Westens " über diesen Schüleraustausch. Der Rat der Stadt Duisburg beschließt den Bau eines neuen Gebäudes an der Weststraße. Diplom-Sportlehrer Willi Kiesow wird vom Kultusministerium für vier Wochen vom Dienst beurlaubt, damit er bei den Olympischen Spielen in Tokio Betreueraufgaben übernehmen kann. Die Schule nimmt erstmalig Mädchen auf, die gemeinsam in einer Klasse beschult werden.

1965

Der Schulchor singt bei der Verabschiedung der japanischen Bergleute (Hamborner Bergbau AG). Presse, Rundfunk und Fernsehen berichten über diese Abschiedsfeier. Mit 22 Schülern der 10. Klassen macht Realschullehrer Helmut Luft die jährliche Englandfahrt nach Portsmouth. Die Entwürfe für den Schulneubau an der Weststraße werden vorgestellt. Der Schulchor singt zum Martinstag auf dem Burgplatz in Duisburg. Nach gründlicher Beratung schlägt das Lehrerkollegium als Schulnamen `Gustav-Stresemann-Schule'' vor.

1966

Der Vorschlag zur Namensgebung wird vom Rat der Stadt Duisburg einstimmig angenommen. In einer Feierstunde verleiht der Oberbürgermeister August Seeling der Schule den neuen Namen.
Es wird die Koedukation ab Ostern beschlossen. Am 20. April beginnt das erste Kurzschuljahr, das am 1. Dezember endet.
Mit den Kurzschuljahren soll der Schulanfang von Ostern auf den 1. August verlegt werden. Das Fach Französisch wird von der Regierung als Wahlpflichtfach deklariert. Werner Bulla wird neuer Hausmeister. Durch den Bischof von Essen, Dr. Franz Hengsbach, wird Religionslehrer Kaplan Franz Grave zum Diözesanpräses für das Kolpingwerk des Bistums Essen ernannt.

Der Schulchor wirkt bei den Aufnahmen zu dem Fernsehspiel "Dieser Mann und Deutschland" mit. Nach viertägigen Ferien beginnt am 5. Dezember das z. Kurzschuljahr.

1967

Es werden Sammlungen für das Deutsche Rote Kreuz und für die Kriegsgräberfürsorge durchgeführt.

1968

Realschuldirektor Hermann Schlebes übernimmt den Vorsitz im Schullandheimverein Duisburger Realschulen.
Der Neubau der Schule wird nach den Plänen des Architekten Regierungsbaurat a.D. Persch erstellt. Für die "Aktion Sorgenkind" wird eine Geldsammlung durchgeführt.

1969

Die Schule erhält eine Fernsehantenne, damit das Schulfernsehprogramm des Norddeutschen Rundfunks empfangen werden kann. Eine neue Pausen-WC-Anlage wird auf dem Schulgrundstück errichtet.

1970

Die Stadt ist von einer Grippewelle erfaßt. Der Unterricht beginnt nach den Weihnachtsferien mit einer Verspätung von 5 Tagen.
Ein katholischer und ein evangelischer Missionar sprechen vor den Schülern der 9. und 10. Klassen über die Entwicklungshilfe. Erstmalig wird durch Direktorstellvertreter Josef Krings und Realschullehrer Harald Retzlaff der Stundenplan mit Hilfe eines Computers erstellt. Der erste Probelauf zeigt allerdings noch erhebliche Mängel. In einer gemeinsamen Sitzung des Schul- und Bauausschusses der Stadt Duisburg werden die Kosten für den Neubau auf 9,8 Millionen DM festgestellt. Die veranschlagten Gesamtkosten werden damit um mehr als 3 Millionen DM überschritten.Realschullehrer Harald Retzlaff wird zum Geschäftsführer des Schullandheimvereins Duisburger Realschulen gewählt. In einem Basketballspiel - zugunsten des Altenheimes in Duisburg-Beeck - unterliegen die Lehrer den Schülern.

1971

Direktorstellvertreter Josef Krings wird zum Direktor der Realschule in Mülheim-Broich ernannt und verläßt am 1. März die Schule. Zu seinem Nachfolger wird Realschullehrer Willi Kiesow gewählt. Es werden Sammlungen für das Friedensdorf in Oberhausen, das Deutsche Jugendherbergswerk und das Müttergenesungswerk durchgeführt. Nach dem Weihnachtsbasar kann dem Friedensdorf in Oberhausen ein Betrag von 5.625,20 DM überwiesen werden. In einem Adventskonzert der Bürgervereinigung Duisburg-Laar singt der Schulchor unter der Leitung von Heinz Stopka. In der gleichen Veranstaltung leitet Realschullehrerin Magdalene Füten den evangelischen Kirchenchor.

1972

Am 7. Januar wird auf der Baustelle der neuen Schule das Richtfest gefeiert. Die Zusammenlegung der Aufbaurealschule in Meiderich mit der Gustav-Stresemann-Realschule in Beeck wird vom Regierungspräsidenten in Düsseldorf verfügt. Die Schule bekommt erneut Besuch von Lehrern und Schülern der St. Luke''s School aus Portsmouth. Die Schule zieht am 7. August in das neue Gebäude an der Weststraße um. In diesem Zusammenhang wird in der Schulchronik der hervorragende Einsatz des Hausmeisters, Werner Bulla, besonders hervorgehoben. Die Kosten für den Neubau steigen von 9,8 Millionen auf 10,2 Millionen DM. Direktorstellvertreter Willi Kiesow wird vom Kultusminister für die Organisation der Olympischen Spiele in München beurlaubt (4 Wochen). Schulleiter Hermann Schlebes verletzt sich so schwerwiegend an einer Kreissäge, daß ein längerer Krankenhausaufenthalt notwendig wird. Die Lehrer-Fußballmannschaft aus Duisburg wird Vizemeister von Nordrhein-Westfalen. Ihr gehören von unserer Schule die Lehrer Horst Lukas, Elmar Schinnen, Harald Retzlaff und Wolfgang Rößmann an. Die Sporthalle wird im November für die Benutzung freigegeben, und im Rahmen von `Kunst am Bau'' wird der Schornstein des Luftschutzbunkers unter dem Pausenhof verkleidet.

1973

In einer Feierstunde überreicht in der neuen Aula Bürgermeister Josef Krings den `Goldenen Schlüssel'' an Realschuldirektor Hermann Schlebes. An drei Tagen untersucht der Schulzahnarzt alle Schüler der Schule. Der Schulausschuß berät über die Auflösung der beiden Aufbaurealschulzweige (Realschule Süd und Gustav-Stresemann-Realschule). In einer Sitzung erregen die Dispute Schulleiter Hermann Schlebes derart, daß er einen Herzinfarkt bekommt. Sein Vertreter Willi Kiesow übernimmt erneut die Leitung der Schule. Ein Raumbelüfter platzt durch den herrschenden Frost. Chemie-, Biologie- und Musikraum stehen unter Wasser. Das Märchenspiel `Das kalte Herz'' wird in der Aula aufgeführt. Regie: Walter Patzsch Die Neigungsdifferenzierung in den 9. und 10. Klassen wird eingeführt. Die Schule nimmt als Modellversuchsschule an der Erprobung der Sportdifferenzierung teil.

1974

Realschuldirektor Hermann 5chlebes wird verabschiedet. 
Direktorstellvertreter Willi Kiesow wird zum Realschuldirektor ernannt und übernimmt nun endgültig die Leitung der Schule. Ein Weihnachtsbasar und das Laienspiel `Kalif Storch'' bringen einen Erlös von 6.500,- DM. Das Geld wird dem Kinderdorf `Maria in der Druckt'' in Duisburg-Großenbaum gespendet. Wegen der Ölkrise werden die Weihnachtsferien verlängert. Bei einem Schulversuch "Terminal im Unterricht" mit IBM-Deutschland setzen die Lehrkräfte Willi Kiesow und Harald Retzlaff in ihren Fächern (Biologie, Mathematik, Physik) den Computer als Hilfsmittel ein.

1975

Im Februar ist der Krankenstand bei den Lehrkräften extrem hoch (Grippewelle!). Jeweils für mehrere Tage fallen die Lehrkräfte Postelt, Dammann, Schinnen, Griess, Kempken, Retzlaff, Stopka, Kiesow, Stuntebeck, Mortell und Anhuf aus. Die Einführung der 5-Tage-Woche wird beraten Beigeordneter Himmelberg dankt der Schule für ihren Einsatz und für die großartigen Darbietungen bei der Informationswoche "Aktives Alter" der Stadt Duisburg. In der Aula hält Realschullehrer Walter Patzsch vor den Eltern einen Vortrag über die Mengenlehre. In diesem Jahr wird dreimal in die Schule eingebrochen (hoher Schaden). Unsere Laienspielgruppe führt in Kindergärten, Grund- und Hauptschulen das Märchenspiel ''Rumpelstilzchen'' auf. Regie: Walter Patzsch

1977

Durch Lehrermangel fällt in der Schule viel Unterricht aus (bis 25 %). Die Schülermitverwaltung schreibt an den Regierungspräsidenten in Düsseldorf. Das Kollegium besichtigt die König-Brauerei. Die Schule bekommt eine Amateurfunkstation, Schulleiter Willi Kiesow erwirbt die Amateurfunklizenz.

1978

Die Schule fährt mit einem Sonderzug nach Winterberg zum Wintersport. Der ''Tag des Schulsports'' wird mit Langläufen auf dem Rheindeich begangen.

1979

An drei Tagen nach den Weihnachtsferien ist für die Schüler ''EISFREI''. Die Lehrkräfte müssen aber zur Schule kommen. Die Astronomie-AG fährt zum Planetarium nach Recklinghausen. Die Stadtgärtnerei stellt Bäume und Sträucher für das Schullandheim zur Verfügung. Die 10. Klassen nehmen an einem `Erste-Hilfe-Kurs'' des Deutschen Roten Kreuzes teil.

1980

Die Schülerinnen und Schüler sammeln über 700 Unterschriften bei der Aktion ''Rettet die Wale''. Wegen der Entschärfung einer 500-Kilo-Bombe aus dem z. Weltkrieg, die bei Bauarbeiten auf der Weststraße gefunden worden war, muß die Schule geräumt werden.

1981

Realschullehrerin Barbara Bergmann wird an die Schule versetzt und zur Realschulkonrektorin ernannt. Sie löst Harald Retzlaff ab, der in Versmold Leiter einer Realschule wird. Ein Rechtsstreit einer Lehrerin der Schule gegen das Land Nordrhein-Westfalen ist zu schlichten. Der Landesrechnungshof überprüft die Schule im Rahmen der Mehrarbeitsabrechnung für zusätzlichen Unterricht.

1982

In das Schulleiterzimmer und in das Sekretariat der Schuld wird eingebrochen. Der Tresor bewährt sich, der Sachschaden ist erheblich. Die Sportlehrkräfte Herwig, Kempken, Kiesow und Koop nehmen an einer Fortbildung im Eiskunstlaufen teil. Auf der Zeche Niederberg in Neukirchen-Vluyn macht das Kollegium eine Grubenfahrt.

1983

Erstmalig wird ein Schülerbetriebspraktikum für die 9. Klassen durchgeführt. Mit der Kanu-Gruppe nimmt die Schule unter der Leitung von Sportlehrer Helmut Kempken an der Wasserstaffel durch Nordrhein-Westfalen teil.

1984

Der Schullandheimverein Duisburger Realschulen feiert im Beisein von Oberbürgermeister Josef Krings in Hollerath das 25jährige Bestehen. An der Schule wird ''Muttersprachlicher Unterricht'' für türkische Jungen und Mädchen eingerichtet. Die Stadt reduziert die Arbeitsstunden der Sekretärin.
70 Schulunfälle werden registriert (bei 500 Schülern). Mit 42 Meldungen ist der Sportbereich beteiligt (Prellung, Verstauchung, Knochenbruch, Knochennabsplitterung, Abschürfung, Gehirnerschütterung, Bluterguß und Bänderriß)

1985

Die Schule wird Modellversuchsschule für. die Erprobung der Grundbildung Informatik (GRIN). Sie ist eine der sechs ausgewählten Realschulen im Lande Nordrhein-Westfalen. Erstmalig bleibt die Schule wegen Smog-Alarm geschlossen.

1986

Neben dem Schülerbetriebspraktikum wird erstmalig auch ein Lehrerbetriebspraktikum durchgeführt. Die Erprobung der Grundbildung Informatik läuft auf vollen Touren. Die beteiligten Lehrkräfte werden von einer Papierflut ''erschlagen''.

1987

Die Lehrermannschaft der Schule gewinnt erstmalig die Volleyballrunde aller Schulformen der Stadt Duisburg.

1988

Im Rahmen der Betriebserkundung macht das Kollegium eine Grubenfahrt auf dem Bergwerk ''Hugo'' in Gelsenkirchen.

1989

Nach 23 Jahren geht Hausmeister Werner Bulla in den wohlverdienten Ruhestand. Sein Nachfolger wird Uwe Heinen. Die ganze Schule nimmt aktiv an der Eröffnungsfeier für die UNIVERSIADE im Wedau-Stadion teil. Als ''Belohnung'' findet der gemeinsame Besuch einer Aufführung des Musicals ''Starlight Express'' in Bochum statt, der zu einem einmaligen Erlebnis für die ganze Schule wird.

1991

Die Schule ist im Schulschachsport weiterhin sehr aktiv und richtet den Endkampf um die Landesmeisterschaft im Schulschach aus.

1992

Realschulkonrektor (als Fachleiter an einem Seminar) Helmut Stirenberg geht nach 33 Jahren Lehrtätigkeit an der Gustav-Stresemann-Schule in den wohlverdienten Ruhestand. Er kann dabei auf eine (fast) 40jährige Dienstzeit zurückblicken.

1993

Schulleiter Willi Kiesow wird von Eltern verklagt, weil er eine Schülerin vor und nach den Sommerferien nicht vom Unterricht freigestellt hat. Der Streitwert beträgt 6000 DM. Die Klage wird vom Gericht abgewiesen

1994

Die Klasse 7 bis 10 und das Kollegium besuchen gemeinsam eine Vorstellung des Filmes ''Schindlers Liste''. Mit einer Großveranstatung in der Aula eröffnet die Schule die Ausstellung ''Wider das Vergessen''. In der Ausstellung wird an die Duisburger Opfer des Nationalsozialismus erinnert.

1995

Eine Spendenaktion für Bosnien-Herzegowina wird von der Schülervertretung (SV) organisiert. Im Rahmen der Verkehrserziehung werden die vier B. Klassen durch Polizeibeamte über die Gefahren im Straßenverkehr (Radfahrer) unterrichtet.
Nach langen Verhandlungen wird endlich die Heizungsanlage erneuert und auf den neuesten Stand der Technik gebracht.

1996

Erstmalig - seit der Gründung der Aufbaurealschule 1966 in Meiderich wird keine Aufbauklasse eingerichtet. Das marode Dach des Schulgebäudes wird teilweise erneuert und die Schule erhält nach fast 25 Jahren einen neuen Innenanstrich.

1997

Nach 17 Jahren werden die 5, und 6. Klassen wieder einmal von einem Schulzahnarzt untersucht. Die Jungenmannschaften im Basketball und Fußball werden Stadtmeister.
Die Schule feiert in einer Jubiläumswoche ihr 100jähriges Bestehen.