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 Begründung für den Austritt aus der Partei DIE LINKE

(Beitrag vom 13.03.2019 korrigiert am 19.03.2019)



Wieder einmal falsch links abgebogen!

Ich bin praktisch ein Bio-Linker (sagt man das? Ich weiß das nicht mehr genau, ich kenne mich mit der teilweise ideologisch verordneten Mainstreamsprache nicht mehr aus und verweigere mich).

Seit ich politisch denken kann, bin ich politisch links. Einstieg bei den wirklich harten Kommunisten, voller Ideologien, voller Ressentiments gegen alles was denen widersprechen könnte, dann bis zu Schröder nur noch als braver, womöglich dummer Wähler der SPD. Andere Sachen zählten, vieles war wichtiger, man steht ja schließlich voll im Leben.


Ja diese kurze Episode bei den Kommunisten hat mich in nicht ganz 2Jahren im Alter von gerade mal 20 Jahren etwa Anfang der 70’er Jahre sehr schnell gelehrt, Ideologien, ohne sie ständig neu zu hinterfragen, führen nie zum Ziel. Ich war Mitglied dieser kleinen Gruppe, die sich "Intellektuelle" nannte, selbstverständlich mit weniger Rechten - weil wir ja nicht die klassischen Arbeiter waren. Das war nichts mehr für mich.

30 Jahre Familie, Arbeit, Karriere, neue Hoffnungen auf ein vereintes und friedliches Europa und man glaubt es kaum, die Wiedervereinigung - Alles wird gut!

Wir haben es uns gemütlich eingerichtet.
Viel zu lange Kohl, die schnelle und unüberlegte Euro-Einführung, die kaum einer verstehen konnte und wollte.
Doch um die Jahrtausendwende kam die Wende.

Noch mal Glück gehabt, die Sozialdemokraten sind wieder da (dachten wir)
.
Zusammen mit den Grünen, die ich auch oft auf den Anti-Atom-Demos begleitet habe, haben WIR das Ruder wieder in der Hand - das neue Jahrtausend, es kann nur besser werden!

Doch plötzlich nach wenigen Jahren Rot/Grün an der Macht, der Agenda 2010 und dem Hartz4 - Gesetz, bin ich auf einmal wieder aufgewacht. Ich wischte mir die Augen, das kann doch jetzt nicht wahr sein!

Kinder, Enkel, Urenkel, Familie, Beruf wofür?
Wenn selbst die "Sozialdemokraten" alles Soziale, alle Sicherheiten, die Zukunft und die Hoffnungen auf ein wenig Glück, an die gierigen und niemals zufriedenen "neoliberal" Gläubigen ganz eigennützig verscherbeln. Für ihren eigenen Machterhalt, für die Befriedigung der Lobbyisten und Zocker aus Wirtschaft und Banken werden die Hoffnungen ganzer Generationen geopfert. Ganze Länder werden ausgebeutet.

Alte Menschen, Mütter mit Kindern stellen sich heute an, in diesen Suppenküchen, die man Tafeln nennt. In der Hoffnung ein paar dieser Abfallprodukte eines der reichsten Länder dieser Welt, eben kurz vor Verfall noch zu ergattern, weil es für ein auskömmliches Leben nicht mehr reicht. Ich ahnte, was da noch kommen könnte.


Auch ich kehre jetzt der Partei DIE LINKE den Rücken

So half ich mit, die WASG (Wahlalternative Soziale Gerechtigkeit) für den Niederrhein zu gründen,
denn es muss sich wieder was tun in unserem Land. Die Webseite habe ich erstellt, unterhalten und finanziert. Im Gießener Kreis, stundenlange Gespräche über das richtige Programm, das gab Mut - Wir schaffen das!

Dann auf einmal, bevor wir es richtig bemerkten, der Zusammenschluss mit der PDS. Gesteuert von den Abtrünnigen und womöglich auch Enttäuschten aus SPD und Gewerkschaften, haben sie es schnell geschafft, das Ruder herum zu reißen. Sie hatten ja Erfahrung mit Organisationen und auch mit Macht, sie kannten das Spiel - wir waren raus - DIE LINKE war geboren.

Aller Illusionen an das "es muss auch anders gehen" beraubt, zogen sich viele der alten Mitstreiter zurück, oder gingen als Statisten unter. Viele wählten gar nicht mehr, weil es ja eh nichts bringt!

Und dann, etwas mehr als 10 Jahre nach diesem Desaster der nächste Weckruf!
Die Enkel sind zum größten Teil erwachsen, der erste Urenkel kündigt sich an. Wo ist deren Zukunft, haben die überhaupt noch eine? - SO NICHT, das war klar!

Na ja, wer schreibt, der bleibt heißt es. Nein, nur bleiben wollte ich nicht mehr. Die letzten und hoffentlich noch lebenswerten Jahre dürfen nicht vergeudet werden. Ich muss wieder etwas tun.

Eine Frau war mir auf der politischen Bühne besonders aufgefallen.
Diese Sahra Wagenknecht, ihre Bücher habe ich alle gelesen, viele ihrer Reden und Interviews verfolgt und selten habe ich solche Eloquenz gepaart mit Intelligenz und Ruhe erlebt. Und ansehnlich ist sie auch noch - sie macht Gestalt (Darf ich das heute noch sagen, ohne gesteinigt zu werden?).  Anders als die Kanzlerin und auch Gregor Gysi, dem anderen großen Redner dieser linken Partei, war sie viel zu jung um damals in der DDR etwas von dieser möglichen Schuld auf sich geladen zu haben.

Da schau ich mal genauer hin. Aufnahmeantrag bei DIE LINKE
Doch was war das? Aufnahme abgelehnt? Wie kann das sein? Was habe ich falsch gemacht?

Vorladung zu einem Gespräch mit 2 Mitgliedern des Kreisvorstandes.
Einen kannte ich schon von etlichen Gesprächen aus den letzten Jahren immer zum 1. Mai mit seinem Stand der LINKEN. Heute ist S. Wagner der Landesgeschäftsführer und Wahlkampfleiter (Landtagswahl 2017) der DIE LINKE NRW. Immer lächelnd, nie etwas sagend - er gab einfach keine Angriffsfläche. Uninteressant für mich, ich wollte mich reiben, ich wollte meine Einstellung prüfen, bessere Argumente hören. Für eine halbe Stunde ging das meistens gut - na ja!

D. Fuhg, den zweiten der Inquisitoren kannte ich noch nicht. Etwa 2 Stunden wurde ich mit Fragen bombardiert, ich fühlte mich wie in einer Inquisition. Wobei ich sofort verstand, mit meinen Ansichten zur Islamisierung und grenzenlosen Migration, stand ich mit dem Rücken an der Wand.

Zitat aus der Ablehnung meines Parteieintritts dieser beiden Herren:
".... nach unserem gemeinsamen Gespräch am vergangenen Montag, den 13.06.2016 hat der Kreisvorstand entschieden gegen Ihre Mitgliedschaft Widerspruch einzulegen. Die inhaltlichen Differenzen in für uns wichtigen politischen Fragen und Themenfeldern, lassen nicht erkennen, dass eine inhaltliche gedeihliche Zusammenarbeit absehbar ist….."

Als ich das gelesen hatte, war ich zugegebenermaßen schon leicht erzürnt, und zwar ob dieser sehr oberflächlichen Begründung. Ich hatte mir fast 2 Stunden Zeit genommen, um mit Ihnen über den Parteieintritt zu sprechen, wobei mich einer der Herren (D. Fuhg) kaum eines Blickes gewürdigt hat, selbst wenn er direkt mit mir gesprochen hatte. Erst nach Ermahnung meinerseits durfte ich ihm ab und zu in die Augen schauen. Dies ist mir in meinem bisherigen Leben in dieser Form tatsächlich noch nie passiert, es übersteigt sogar den Begriff der Unhöflichkeit. Das Gespräch hatte schon den Anschein einer Art Gesinnungsprüfung, deren Verfahrensweisen ich seit mehr als 25 Jahren als überwunden angesehen hatte.

Einspruch meinerseits mit folgenden zwei Treffen und Gesprächen mit der Landesschiedskommission der DIE LINKE NRW.
Sie konnten nicht anders - Einspruch stattgegeben.

Dieses Desaster zog sich fast ein Jahr hin,
mit 2 Sitzungen vor der Landesschiedskommission, die meinem Einspruch schließlich stattgegeben hat. Bei der ersten Sitzung wurde von S. Wagner kurzfristig eine Absage (ohne Begründung) mitgeteilt, wodurch der zweite Termin notwendig war.

Die Mitglieder der Schiedskommission möchte ich hier allerdings ausdrücklich loben, da sie sich überaus fair verhalten haben und ich mich bei beiden Terminen in dieser Runde sehr wohl gefühlt habe.

S. Wagner, hat sich nach Aufforderung durch die Leitung dieser Kommission geweigert, dass in dieser Runde übliche "Du" auch auf mich anzuwenden, was mir natürlich weitere Rückschlüsse auf ihn vermuten lässt. Aber mal ganz ehrlich, im normalen Leben duzt man sich nicht mit solchen Leuten, somit kein Verlust sondern eher lustig und beschämend für die Personalentscheidungen in dieser Partei.

Nach Bekanntgabe der Landesschiedskommission fühlte er sich relativ erbost genötigt, sofort zu erklären, dass er Einspruch gegen diesen Entscheid vor der Bundesschiedskommission erreichen möchte.

Tatsächlich, bereits einen Monat nach der Einspruchsfrist flatterte er ins Haus, der Einspruch des S. Wagner. 
Einen Monat verspätet und initiiert durch einen Landesgeschäftsführer und Wahlkampfleiter der DIE LINKE NRW ("..Ich habe jetzt Personalverantwortung..." musste er das in einem Video betonen?).
Wie darf ich das bitte verstehen, passt da etwa etwas zusammen?

Hat dieser Dilettantismus sogar etwas mit dem desaströsen Abschneiden der Partei DIE LINKE (unter 5%) in NRW zu tun?
Immerhin war dieser S. Wagner als Wahlkampfleiter für die Ausrichtung dieser Wahl verantwortlich. Er war verantwortlich dafür das DIE LINKE in einem der größten Bundesländer, einer ehemaligen Arbeiterhochburg, trotz massivem Stimmenverlust der SPD nur 4,9% bekommt, während die AfD aus dem Stand auf 7,4% kommt.
Das muss man erst einmal verstehen!

Am 08.09.2017 kommt die Einladung nach Berlin zur Bundesschiedskommission für den 16.09.2017 (also 8 Tage später) nach einem 3/4 Jahr "Bearbeitungszeit".
Ich kann einfach nicht mehr anders, als hier eine Art Zermürbungstaktik zu vermuten.

Und ihnen ist immer noch nicht aufgefallen, dass dieser Landesgeschäftsführer der DIE LINKE NRW (S. Wagner) es nicht geschafft hat, den Einspruch fristgemäß abzuschicken. Was passiert in dieser Partei eigentlich in Regierungsverantwortung, wenn die entscheidenden Stellen solch einfache Regularien nicht beherrschen?

Es kam, was kommen musste:
Am 12.12.2017 erhielt ich den Brief:
"....Die Bundesschiedskommission folgt der Argumentation der LSchK, dass der Eintritt von Jürgen Scheffler in die Partei rechtmäßig ist. Sie weist daher die Beschwerde des Kreisverbandes Wesel vom 16.01.2017 zurück....".

Trotz vorliegendem Lastschriftverfahren und einer bereits erfolgten Abbuchung des Monatsbeitrags wurden meine Beiträge nicht mehr abgebucht. Dies änderte sich auch nicht nach mehrmaligen Mahnungen meinerseits. Von einem alten Mitglied der DIE LINKE hörte ich, das wird gern gemacht, um unerwünschte Mitglieder loszuwerden.

Die Einladungen zu den Kreis- und Ortsversammlungen wurden immer spärlicher, bis sie nach etwa 2 Monaten ganz eingestellt wurden.

  • Wie viele Jahre werden wir noch experimentieren können?
  • Wie viele Jahre Überflutung werden unserer Sozialsysteme noch vertragen?
  • Wie viele Jahre wird unsere Gesellschaft dem Druck von rechten und muslimischen Extremisten (die auch oft wie der Wolf im Schafspelz oder anders wie trojanische Pferde wirken) noch standhalten?
Ja, und hier meine ich auch viele derer, die sich in vermeintlich harmlos auftretenden und durch Parteien und Kirchen hofierten Organisationen wie DITIB etc. organisieren und noch in der 2.-3. Generation (38%) behaupten, die Scharia steht über dem Grundgesetz. Fehler machen natürlich nur wir aus der Mehrheitsgesellschaft, wie mir am 10.05.2017 bei Maischberger (Beethoven oder Burka) wieder weisgemacht werden sollte. WIR haben uns nicht bemüht und sie sind ja alle so verletzlich.

GroKo, Ampel oder SchwarzGelb sowie AfD sind KEINE Lösung.

Nur darauf habe ich seit über einem Jahr hingewiesen. Dafür kämpfe ich seit einem Jahr um die Aufnahme bei der DIE LINKE NRW. Sind ähnliche Kräften am Wirken, die den ideologischen Sprung, den Sahra Wagenknecht immer wieder versucht, auch zu verhindern wissen?

Wer bekommt von wem Torten ins Gesicht, wenn klare Aussagen nach Obergrenzen und "Wer Gastrecht missbraucht, hat Gastrecht verwirkt" vollkommen berechtigt geäußert werden?

Habe ich von anderen Linken noch nicht gehört. Ich kann auch gut zwischen den Zeilen lesen und hören. Die Mimik in Sahra Wagenknecht’s Gesicht konnte ich auch verstehen, als von Teilen der Parteiführung Stellung dazu bezogen wurde.

Heute, am 12.03.2019 entnahm ich der Presse,
dass Sahra Wagenknecht im Herbst nicht mehr für den Fraktionsvorsitz kandidieren wird. Auch Sevim Dagdelen wird nicht antreten.
".... Der Mobbing-Terror gegen Wagenknecht und Dagdelen geht auf keine Kuhhaut...", heißt es in der Presse.

Bei der Partei DIE LINKE scheinen diese Mobbingmethoden Schule zu machen.
Aber nach meiner Erfahrung sind die Mobbingtäter meist diese Menschen, die sonst nichts leisten und deren Vita oft auch sehr dürftig gefüllt ist. Das ist für mich der Grund, dieser Partei, die sich DIE LINKE nennt, endgültig den Rücken zu kehren. Ich werde sie von Außen sehr genau beobachten und wenn nötig, sogar zukünftig bekämpfen. Denn es kann nicht sein, dass sich diese Partei als die linke Opposition beschreibt, intern aber demselben Postengeschacher und Mobbing gegen Andersdenkende wie die anderen Parteien verfällt und diese Entwicklung offensichtlich duldet.

Aber ehrlich gesagt, ich weiß auch nicht, wie man das noch an der Wahlurne lösen kann.
Es werden in den nächsten Jahren Grundlagen geschaffen, die vermutlich unumkehrbar sind, wenn sich in den Köpfen bestimmter Personen und oft machtgeilen "Lenkern" und Postenjägern der Parteien nichts ändert.
Ein weiter so - geht nicht. Richtig leiden werden unsere Kinder und Enkel.

Und ehrlich gesagt, ich habe die Schnauze wirklich langsam voll, ich werde mich wehren, soweit ich das noch kann. Und zwar ohne weiterhin falsche Rücksichtnahme auf Parteiklüngel, Mainstream, religiöse Minderheiten und anderer immer verletze Animositäten.

Ich bin auch verletzt und ich lebe hier in diesem Land als sogenannter "Bio-Deutscher" ein neuer Kunstbegriff, den ich bisher auch noch nicht gehört habe. Ist das vergleichbar mit Bio-Käse oder was soll der überhaupt sagen?

Ich bin dafür, dass wir Menschen in Not helfen,
aber nur in unseren Möglichkeiten. Ich bin auch dafür, dass wirkliche Flüchtlinge und auch Minderheiten geschützt werden sollen, wenn sie im Gegenzug auch meine Kultur und unsere Werte aus der Aufklärung schätzen wollen, sich an unsere Gesetze halten und nicht dauernd verlangen, dass wir uns ihren Wünschen unterzuordnen oder zueignen zu machen haben.

Ja, und klar ich bin auch dafür, das wir dieses völlig aus dem Ruder gelaufene, inhumane und menschenverachtende weltumfassende Finanz- und Wirtschaftssystem bekämpfen.

Auch bin ich dafür, dass wir unsere "Demokratie" mal auf den Prüfstand stellen und uns fragen, ob das reicht, alle 4-5 Jahre für 10 Sekunden seine Stimme im wahrsten Sinne des Wortes abzugeben. Danach machen sie was sie wollen. Selbst vorher abgegebene Wahlversprechen müssen nicht eingehalten werden. Dafür gibt es als Grund die Koalitionen. Wir haben nach diesen 10 Sekunden Kreuzchen machen keinen direkten Einfluss mehr. Wir sind einfach abgemeldet.

Mir reicht das nicht!



Nachtrag vom 14.03.2019 14:30 Uhr, der nun wirklich lächerlich ist, aber den Zustand dieser "Partei" DIE LINKE zumindest in NRW sehr gut beschreibt:

Gerade bekam ich auf mein Austrittsfax und die email an DIE LINKE Berlin (Berlin war notwendig, da ich auf meine emails an den Landesverband nie eine Antwort erhalten habe) folgende Antwort:

"....... Lieber Jürgen Scheffler,

eine Mitgliedschaft in unserer Partei DIE LINKE besteht leider nicht mehr, denn eine Mitgliedschaft ist ja mit einer Beitragszahlung verbunden, sofern keine Befreiung vorliegt. Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an Ihren Landesverband NRW: mitgliederbetreuung@dielinke-nrw.de, denn dort waren Sie organisiert und auch die Beitragsentrichtung liegt beim Landesverband.
Diese Mail leite ich auch direkt dorthin weiter. ......"
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Die buchen trotz mehrfacher Mahnungen meinerseits (eine per Fax) nicht ab und man wird sang und klanglos und ohne Mitteilung aus dieser "Partei" geworfen?

Der Landesverband war zuständig? Ich möchte wetten - Sicherlich steckt da S.Wagner als Landesgeschäftsführer NICHT dahinter, es scheint einfach ein normales Vorgehen in dieser "Partei", wenn man unliebsame Mitglieder kommentarlos, still und heimlich und ohne das in normalen Parteien übliche Parteiausschlussverfahren entsorgen will!
Keine einzige Antwort habe ich auf meine emails und das Fax aus der Landesgeschäftsstelle erhalten. Auch da steckt S.Wagner sicher NICHT dahinter. So was könnte sich auch ein Landesgeschäftsführer einer linken Partei niemals erlauben, wäre ja auch ein ungesetzliches Verhalten.

Ich möchte nur hoffen, dass die Verantwortlichen für derartiges Vorgehen auch zur Rechenschaft gezogen werden, obwohl ich dafür nach dem Verzicht von Sahra Wagenknecht auf eine erneute Kandidatur und der diskutierten Hintergründe hierzu, sehr wenig Hoffnung habe.

Nur eines ist auch klar, ich bin kein einfacher Gegner und dies schlägt dem Fass den Boden aus. Eine "Partei", die sich so verhält, hat nicht mehr mit meinem Zuspruch zu rechnen. Selbst, wenn wir politisch nicht weit auseinander sind, hätte ich Befürchtungen, dass sich solche Machenschaften auch in Regierungsverantwortung durchsetzen könnten. Das haben wir leider schon und das brauche ich nicht mehr.

Rosa Luxemburg würde sich für DIE LINKE von heute sehr schämen und im Grabe umdrehen, meinte sie doch einst:

"Freiheit nur für die Anhänger der Regierung, nur für Mitglieder einer Partei - mögen sie noch so zahlreich sein - ist keine Freiheit.
Freiheit ist immer Freiheit des Andersdenkenden.
Nicht wegen des Fanatismus der 'Gerechtigkeit', sondern weil all das Belebende, Heilsame und Reinigende der politischen Freiheit an diesem Wesen hängt und seine Wirkung versagt, wenn die 'Freiheit' zum Privilegium wird."