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 Gegen Gewalt - Egal von welcher Seite! G20-Gipfeltreffen

(Beitrag vom 13.07.2017)

Nachbetrachtung zum G20-Gipfeltreffen 2017 in Hamburg.

Tatsächlich höre, lese und sehe ich seit Tagen nur noch von den Gewaltexzessen in den Medien und den sozialen Netzwerken.
Ich dachte doch anfänglich, beim G20-Gipfeltreffen ging es um andere Themen. Themen, die die Welt bewegen und die gelöst werden müssen.

G20 Gipfeltreffen 2017
Heute weiß ich, es gibt keine nennenswerte Ergebnisse. Es gibt nichts, was außer diesen gewalttätigen Ausschreitungen Erwähnung finden könnte, außer die vielleicht 300 Fotos (hauptsächlich Kanzlerin) auf der offiziellen Webseite der Bundesregierung zum G20-Gipfeltreffen.
War vermutlich eine außerordentliche, sehr teure vom Steuerzahler finanzierten Kanzlerwahlveranstaltung. Die durch die Randalierer geschädigten Mitbürger zahlen natürlich auch ihren Obolus, denn Versicherungen kommen in der Regel für Vandalismus nicht auf.

Obwohl, fast hätte ich es vergessen. Es gab etwa 70.000 friedliche Demonstranten, die sich, teilweise künstlerisch sehr wertvoll, gegen dieses Treffen ausgesprochen haben, aber kaum Erwähnung fanden. War das etwa gewollt, ist das der neue Trend zur Ablenkung von nichtssagender und ergebnisoffener Politik?

Lehmgestalten als Sklaven des Systems:





Laut Deutschlandfunk war die Aussage von Dennis Snower, dem Präsidenten des Instituts für Weltwirtschaft in Kiel bei einem Interview am Rande von G20 wie folgt:

"....Ich glaube, es sind signifikante Fortschritte gemacht worden....... Das erste ist, der Fokus auf Wachstum und Finanzstabilität hat jetzt einen weiteren Rahmen bekommen, und das ist etwas, was den Globalisierungsgegnern zu denken geben wird. Jetzt ist die G20 auf Wohlergehen und Wohlstand des Menschen ausgerichtet. Es steht in der Regierungserklärung, dass die G20 entschlossen ist, die Globalisierung zum Wohl aller Menschen zu gestalten, und das ist eine neue Art und Weise, die G20 zu betrachten, und unter dieser Hinsicht, glaube ich, kann man viele soziale Probleme, die mit den Ökonomischen zusammenhängen, in den Griff bekommen...."

Ach so, auf einmal soll die Globalisierung zum Wohle aller Menschen gestaltet werden? Wer glaubt das denn noch?


Hier die Ergebnisse im Kurzüberblick:

Kampf gegen den Terrorismus:

Ein Thema, was meist unstrittig ist und seit vielen Jahren behandelt, aber leider kaum wirksam oder extrem schleppend umgesetzt wird.
Die G20-Staatenvereinbarten, gemeinsam verstärkt gegen Propaganda im Internet  und Terrorfinanzierung vorzugehen sowie verdächtigen Kommunikationswege zu verbauen.

Die Migrations- oder Flüchtlingskrise:

Einer der dringenden und überfälligen Themen der Europäer war die gemeinsame Lösung dieser Problematik.
Leider ist aber nur eine halbherzige Einigung im Kampf gegen Schleuser und Menschenhändler gelungen, die zudem noch sehr vage formuliert wurde. Auch die von der EU verfolgte Idee, die UNO mit einzubinden scheiterte genau so wie die Vermögenssperren und Reiseverbote gegen Schleuser und Menschenhändler.

Die Ukraine ist ein sehr kritischer Punkt im Herzen von Europa:

Ohne den ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko trafen sich am Rande des Gipfeltreffens Angela Merkel (CDU), der französische Präsident Emmanuel Macron und der russische Präsident Wladimir Putin zu diesem Thema.
Ergebnis - NULL!

Freihandel vs. Protektionismus:

Eigentlich eine Selbstverständlichkeit für die globalen freien Märkte. So ist eine Passage zur Unterlassung von Protektionismus einschließlich aller unfairen Handelspraktiken als Kompromiss in den Beschluss aufgenommen worden. Um Donald Trump entgegen zu kommen, wurde noch eine sehr dehnbare Passage wie "rechtmäßiger Handelsschutzinstrumente", die man ihm zugestand,  mildernd dazu gefügt. Dafür brauchte man dann 2 harte Verhandlungstage und Nächte.

Krieg in Syrien:

Etwan 2 1/2 Stunden haben sich US-Präsident Donald Trump und der russischen Staatschef Wladimir Putin unterhalten, eine halbe Stunde war geplant. Gut, dass die Beiden sich wieder unterhalten, das kann man als Erfolg sehen.
Von Unterhändlern in Jordanien wurde eine Waffenruhe für Teile Syriens (Süden), die am darauf folgenden Sonntag beginnen soll ausgehandelt. Verkündet wurde sie auf dem G20-Gipfel, als wenn sie da abgeschlossen wurde. Man braucht eben irgendwelche Ergebnisse.

Klimaschutz, auch ein leidiges Thema:

Aus der US-Position gibt es offensichtlich keinen von Menschen gemachten Klimawandel. Alle anderen 19 Partner stehen zu dem Pariser Übereinkommen und finden, dass es unumkehrbar ist.
Für Donald Trump wurde wieder eine Extrawurst gebraten die dann einschließlich der Nutzung fossiler Energieträger als Absatz in die Abschlusserklärung aufgenommen wurde.