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 Das Raunen im Volk hat etwas von Glasnost und Perestroika

(Beitrag vom 16.11.2016 korrigiert am 20.05.2017)

Ein Beitrag von Holger Ullmann

Wenn ich die Situation der letzten Monate auf mich wirken lasse
,

so erinnert mich das auf frappierende Weise an die letzten Monate des DDR-Regimes, wo ebenfalls von einer gleichgeschalteten Presse einseitig berichtet wurde, wo die Regierung am Volk vorbei redete, Systemkritiker und Demonstranten als "Konterrevolutionäre" diffamiert wurden.


Das Raunen im Volk hat etwas von Glasnost und Perestroika.

Trump mit Gorbatschow zu vergleichen mag entschieden zu weit gehen, gewisse Parallelen sind aber durchaus vorhanden, wenn man nicht die Persönlichkeiten vergleicht, sondern die Gesamtsituation als solche.
Damals wie heute kann man die Bevölkerung wieder grob in zwei Gruppen teilen: 

  • jene die nichts mehr zu verlieren haben.
  • solche mit Verbindlichkeiten gegenüber dem herrschenden System.

Es ist wirklich mehr als skurril,

dieses gegenwärtige Szenario als ehemaliger Ossi an sich vorbei ziehen zu sehen, die Situation ist sehr ähnlich, nur die scheinbaren Fronten haben sich um 180 Grad gedreht.
Die Nachfolgepartei der verhassten Einheitspartei der DDR, allen voran Gregor Gysi und Sarah Wagenknecht sind jetzt die Helden gegen den Strom.
Diese kämpfen aber nicht allein, im Focus der Wahrnehmung steht leider hauptsächlich der rechte Flügel dessen zunehmendes Erstarken auch an das Ende der Weimarer Republik erinnert – und das sollte zu denken geben.

Wir befinden uns genau genommen in einer durchaus hoffnungsvollen Situation, in der nämlich ein uraltes Spiel langsam durchschaut wird: das Teile-und-herrsche-Spiel.



Medien und Meinungen

Der Turbokapitalismus zeigt im Zuge der Globalisierung seine wahre Fratze.

Dem wohlhabenden Mittelstand, einst leuchtendes Vorbild des kapitalistischen Westens, welches diesen osmotischen Druck durch die Berliner Mauer von Ost nach West vollzog, wird durch selbige Kräfte seine Vitalität wieder aufgesogen.

Der DDR-Bürger muss sich nun eingestehen: Die "Roten" hatten doch recht!
Natürlich hatten sie recht, denn der Feind steht eben nicht links und nicht rechts, weder im Westen, im Osten noch im Süden, ja auch nicht im Süden.
Der Feind ist die Gier des Menschen. Der Kampf wird in der Vertikalen ausgetragen zwischen den oberen 10.000 gegen den Rest der Welt, Arm gegen Reich.

Da findet gerade ein Gemetzel statt:

Nationen lassen sich ihr Tafelsilber stehlen (privatisieren), Spekulanten die ihr Geld verzockt haben, bekommen frisches Monopoly-Geld aus Steuermitteln nachgereicht, Ruinöse Subventionen und Finanz-"Produkte" zerstören Wirtschaftszweige und ganze Nationen, Terroristen werden über Drittländer finanziert.
Wir leben in einem globalen und vor allen Dingen finalen Monopolyspiel apokalyptischen Ausmaßes, in der Politiker massiv Sonderzahlungen entgegennehmen. Selbst Altbundeskanzler Helmut Schmidt musste sich das von der Seele reden, rechtzeitig, kurz vor seinem Tod.

Moslems mögen nicht die ideale menschliche Gesellschaftsordnung ihr Eigen nennen,

aber in ihrem eigenem Land kann man ihnen ihren Livestil leider nicht verbieten. Das gegenwärtige gewaltsame Aufeinanderprallen der Kulturen ist jedoch die Folge von kapitalistischen Invasoren in Ländern, in denen sie absolut nichts zu suchen haben, plus ihren Interventionskriegen welche die Flüchtlingsströme und all den Hass auf die westliche Welt, die Not und das Elend im nahen Osten geschürt haben.
Diese sind es, die den nahen Osten überhaupt erst in Brand gesteckt haben (um mit LaFontaines Worten zu sprechen). Ganz sicher nicht aus humanitären Gründen. Auslöser war der 11. September 2001, ein Ereignis über das noch zu reden sein wird. Und ich rede nicht von den USA. Denn wenn wir die USA meinen, dann müssen wir dreierlei Kräfte unterscheiden: 

  • das Volk selbst
  • den Präsidentschaftskandidat und seine Amtszeit als Repräsentant
  • die gewachsenen Strukturen, die ihre eigenen Interessen fast ausschließlich mit Geld regeln und befeuern.

Es regiert das globale Finanzkapital

und (fast) alle Politiker lassen sich von dieser Clique um den Finger wickeln.
Also auch hier:
Der Feind des Menschen ist seine maßlose Gier. Es herrschen Gier und Angst. Die Gier nach mehr Luxus und die Angst hinten runter zu fallen. Die Angst vor dem Verlust eines gut bezahlten Jobs ist leider allgemein immer noch viel größer als die berechtigte Angst vor wahrhaft existenzbedrohenden Zuständen.

Wir sind gerade dabei unserem Planeten irreparable Schäden zuzufügen.

Es müssten Gelder nicht in die Taschen der Rüstungsindustrie fließen, sondern beispielsweise nach Fukushima. Es sitzen die Milliardäre mit ihren fetten Ärschen auf ihren Reichtum während sie zuschauen, wie jenes Erbe zerstört wird, welches für ihre Kinder von wahrhaft existenzieller Bedeutung ist. Teile des Pazifik sind bereits radioaktiv verseucht, dumm nur, dass alle Weltmeere miteinander verbunden sind.
Es ist nur eine Frage der Zeit bis sich die Suppe gleichmäßig verteilt hat. Das wäre nicht schlimm, wenn da nicht noch weitere riesige Mengen radioaktiven Kühlwassers aus verrosteten Behältern ins Meer sickern.

Aber der Krug geht zum Brunnen bis er bricht, es regt sich was. Es erwacht der westliche satte Konsum-Zombie aus seiner Lethargie, leider erst jetzt, wo es ihm direkt ans eigene Leder geht.