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Was ist bloß mit den LINKEN los?

(Beitrag vom 12.05.2017 korrigiert am 17.03.2019)


Haben die verlernt zu kämpfen?
Oder bin ich nur mal wieder falsch links abgebogen?


Gestern Abend 11.05.2017 kam es zu einem Eklat bei “Illner”. Erklärungsnotstand für Sevim Dagdelen und Sascha Wagner.
Linken-Politikerin sagt wenige Stunden vor der Sendung ihren Auftritt ab, hieß es.


Das Problem für die Linken war, dass ihre Abgeordnete Sevim Dagdelen laut dem Sprecher mit der AfD-Parteivizechefin Beatrix von Storch in der Sendung separat zusammentreffen sollte.

Na und, um so besser - die Beiden hätten sich sachbezogen auf ihre kontroversen Themen konzentrieren können und alles ohne durch das Roth-Gekeife gestört zu werden. Und zwar trotz der eigentlich noch klarzustellenden Ungleichbehandlung dieser beiden Parteien gegenüber dem Rest.

Diese Chance hätte man nutzen können. Nein, man hätte sie nutzen müssen.

In dieser wirklich, bis auf das hysterisch Geschreie der Claudia Roth guten Sendung, haben sich die Grünen berechtigter Weise völlig abgeschossen. Das gab mindestens -2% Punkte!

Die hätte man gut mit umgekehrten Vorzeichen auf dem eigenen Konto verbuchen können. Wetten, die Sahra Wagenknecht hätte das mühelos geschafft. Durch diese völlig  dilettantische Strategie der LINKEN NRW, bei der man nicht von einer intellektuell hochwertiger Planung ausgehen kann,  hat womöglich die AfD einen positiven Zugewinn zu verzeichnen und den Rahm der Grünen mit ihrer ähnlich dilettantisch aufgetretenen Roth gleich mit abgeschöpft.

Nach was für Kriterien werden eigentlich die Kandidaten und die interessanten Themen für die LINKE ausgewählt?
War das Thema für diese Kandidatin und den „Wahlkampfstrategen“ der LINKE NRW zu brenzlich, hatte sie keinen Mut, waren ihre Gegenargumente zu schwach, hat sie überhaupt tragbare zur Verfügung?

Da hätte ich doch glatt mal ein paar Fragen an Sascha Wagner, dem Landesgeschäftsführer und Wahlkampfleiter der LINKE NRW nach einer erkennbaren Strategie - wenn da überhaupt eine zu finden ist.  Zumindest ist diese Vorgehensweise sehr erklärungswürdig.
 
Was ist bloss mit der LINKEN los NRW-Landtagswahl 2017
Aber ich bin ja durchaus selbstkritisch.
Womöglich irre ich mich im Vorwurf des Dilettantismus und das war exakt so gewollt und ich verstehe das wegen intellektueller Schwierigkeiten nur nicht.
Ein paar Tage vor der Landtagswahl des größten Bundeslandes, dessen Wahlergebnis durchaus ergebnisprägend für die nächsten großen Wahlen im Herbst sein können, die mit Abstand interessanteste Gratisplattform mit einem Millionenpublikum nicht nutzen zu wollen, muss extrem wichtige Gründe gehabt haben. Zu diesen sollten sich die „Wahlkampfstrategen“ und Kandidaten der LINKEN NRW einmal bekennen. Oder ist das zu viel verlangt?

Eines noch. Es ist eine Sauerei, diesen beiden Parteien nur einen Platz am Stehtisch zuzubilligen.
AfD und LINKE gegeneinander. Ja, genau mit den dann sicher brisanten Themen brauchen sich die sogenannten etablierten Parteien nicht mehr beschäftigen. Das gibt keine blauen Augen.
Obwohl Oppermann und ganz besonders die hysterisch kreischende Claudia Roth haben sich nach meiner Einschätzung selbst ganz schön blamiert. Manchmal war das kaum zu ertragen. Ausgewogenheit eines öffentlich-rechtlichen Fernsehsenders sieht für mich anders aus.

Nichtsdestotrotz hätte ich nicht kampflos auf diese kostenlose Werbung ein paar Tage vor der Wahl verzichtet. Warten wir den Sonntag ab, wie dies alles ausgeht.

Nachtrag hierzu vom 01.09.2017:
Es ist einfach unglaublich denn es ist eingetreten, was ich befürchtet habe. Die Linke hat den Einzug in den Landtag verpasst!
In einem der größten Bundesländer mit einer bis fast in das 19.Jahrhundert reichende Arbeiterbewegung, die sich auch gegen die Naziherrschaft aufgelehnt hatte, haben es die Linken nicht geschafft.Das gibt Stoff zum Nachdenken und für die Linke womöglich auch zur Selbstkritik.



Wie viele Jahre werden wir noch experimentieren können?

Wie viele Jahre Überflutung werden unserer Sozialsysteme noch vertragen?
Wie viele Jahre wird unsere Gesellschaft dem Druck von rechten und muslimischen Extremisten (die auch oft wie der Wolf im Schafspelz oder anders wie trojanische Pferde wirken) noch standhalten?
Ja, und hier meine ich auch viele derer, die sich in vermeintlich harmlos auftretenden und durch Parteien und Kirchen hofierten Organisationen wie DITIB etc. organisieren und noch in der 3 Generation (38%) behaupten, die Scharia steht über dem Grundgesetz. Fehler machen natürlich nur wir aus der Mehrheitsgesellschaft, wie mir am 10.05.2017 bei Maischberger (Beethoven oder Burka) wieder weisgemacht werden sollte. WIR haben uns nicht bemüht und sie sind ja alle so verletzlich.

GroKo, Ampel oder SchwarzGelb sowie AfD sind KEINE Lösung. Nur darauf habe ich seit über einem Jahr hingewiesen. Dafür kämpfe ich seit einem Jahr um die Aufnahme bei der LINKEN NRW. Sind ähnliche Kräften am wirken, die den ideologischen Sprung, den Sahra Wagenknecht immer wieder versucht, auch zu verhindern wissen?

Wer bekommt von wem Torten ins Gesicht, wenn klare Aussagen nach Obergrenzen und "Wer Gastrecht missbraucht, hat Gastrecht verwirkt" vollkommen berechtigt geäußert werden?

Habe ich von anderen Linken noch nicht gehört. Ich kann auch gut zwischen den Zeilen lesen und hören. Die Mimik in Sahra Wagenknecht's Gesicht konnte ich auch verstehen, als von Teilen der Parteiführung Stellung dazu bezogen wurde.

Aber ehrlich gesagt, ich weiß auch nicht, wie man das noch an der Wahlurne lösen kann.
Es werden in den nächsten Jahren Grundlagen geschaffen, die vermutlich unumkehrbar sind, wenn sich in den Köpfen bestimmter Personen und oft machtgeilen "Lenkern" und Postenjägern der Parteien nichts ändert.
Ein weiter so - geht nicht. Richtig leiden werden unsere Kinder und Enkel.

Und ehrlich gesagt, ich habe die Schnauze wirklich langsam voll,

ich werde mich wehren, soweit ich das noch kann. Und zwar ohne weiterhin falsche Rücksichtnahme auf Parteigeklüngel, Mainstream, religiöse Minderheiten und anderer immer verletze Mimositäten.

Ich bin auch verletzt und ich lebe hier in diesem Land als sogenannter "Bio-Deutscher" ein neuer Kunstbegriff, den ich bisher auch noch nicht gehört habe. Ist das vergleichbar mit Bio-Käse oder was soll der überhaupt sagen?

Ich bin dafür, dass wir Menschen in Not helfen, aber nur in unseren Möglichkeiten. Ich bin auch dafür, dass wirkliche Flüchtlinge und auch Minderheiten geschützt werden sollen, wenn sie im Gegenzug auch meine Kultur schätzen wollen und nicht dauernd verlangen, dass ich mich ihren Wünschen unterzuordnen oder zueigen zu machen habe.
Ja, und klar ich bin auch dafür, das wir dieses völlig aus dem Ruder gelaufene, inhumane und menschenverachtende weltumfassende Finanz- und Wirtschaftssystem bekämpfen.




Quellen:

Um diese Sendung ging es:
maybrit illner special | 11.05.17 | "Notruf im Wahljahr – wie sicher ist Deutschland?



maischberger | 10.05.17 | Beethoven oder Burka - Braucht Deutschland eine Leitkultur?




Nachtrag:

Hier der Fairness halber die Begründung von Sevim Dagdelen und ich habe es befürchtet.
„Notruf im Wahljahr – wie sicher ist Deutschland?“ ist kein Thema für NRW? - Ach so! NRW gehört nicht mehr zu Deutschland und wir in NRW haben nicht ähnliche Probleme wie im ganzen Land!

Schade, denn sehr gut wäre die vollständige, Begründung vor einem Millionenpublikum gewesen. So kommt es mir sehr dünn, unschlüssig und dürftig rüber.


Sevim Dagdelen (Abschrift aus einer Grafik in Facebook)

Ich hätte heute Abend gerne bei "Illner Spezial" zum Thema "Innere Sicherheit" mit diskutiert.
Leider war es nicht gewünscht, dass ich als Vertreterin der größten Oppositionspartei im Deutschen Bundestag
mit Vertretern von CDU, SPD, FDP und Grünen am Tisch mich auseinandersetze.

In der 75 minütigen Sendung sollte ich im Publikum sitzen, zwischendurch mit einer Vertreterin der AfD ein insgesamt 10 minütiges Streitgespräch an einem Stehtisch führen und im Anschluss wieder im Publikum Platz nehmen.

Begründet wurde dies damit, dass AfD und Linke nicht im NRW-Landtag vertreten seien und die Sendung zur NRW-Wahl stattfinde.
Allerdings: die Linke ist im NRW-Landtag mit einem Abgeordneten vertreten. Und spätestens mit dem Trailer und der Ankündigung zur Sendung wurde klar, es geht doch nicht um länderspezifische Themen und nur die NRW-Wahl, sondern um bundespolitische Themen, auch im Hinblick auf die Bundestagswahl. Deshalb sind auch offenbar keine NRW-Politiker in der Runde. Aus diesen Gründen kommt eine Ausgrenzung der Linken aus der..... (hier bricht der Text ab)

Facebook-Quelle hierzu




Nachtrag2:
(zur Stellungnahme der Linken)

Die LINKE bei "Illner-Spezial“ am Katzentisch?

Das ist tatsächlich eine große Sauerei, keine Frage. Ausgewogenheit bei öffentlich rechtlichen Fernsehsendern sieht für mich völlig anders aus.

Aber für die LINKE empfinde ich die Reaktion als eine strategische Fehlentscheidung erster Güte. Was haben sich die Verantwortlichen dabei nur gedacht?

Diese Entscheidung hat etwas Mimosenhaftes und passt nicht zu einer Partei, die für soziale Gerechtigkeit KÄMPFEN will. Auf dieser See weht ein extrem rauer Wind, dem man sich kämpferisch entgegenstellen MUSS.

Ehrlich, und ich schrieb das schon an anderer Stelle, es ist nicht nachvollziehbar z.B. allein nur schon der AfD kampflos das Feld zu überlassen. Storch hat m.E. erheblich davon profitiert und keiner im Land bekam die Probleme hinter den Kulissen wirklich mit.

Mich würde mal interessieren, wie die alten "Schlachtschiffe" der LINKEN wie z.B. Oskar Lafontaine, Gregor Gysi und ganz besonders Sahra Wagenknecht WIRKLICH darüber denken.

Die angebotene öffentliche Bühne hätte genutzt werden MÜSSEN, dies klar zu stellen.

Das war NIX, das war ein Eigentor und könnte sich bitter rächen. Kämpfen kann man kaum lernen, das liegt im Blut, die rauhe Bühne der Politik ist nichts für zaghafte und verletzliche Weicheier. Das gilt besonders auch für eine Partei, die sich diesem ganzen "neoliberalen" inhumanen Mist, der bereits die ganze Welt beherrscht, entgegen stellen möchte.

Ein gut gemeinter Rat:
Ich hoffe nicht, dass die LINKE, falls sie wirklich den Einzug in den Landtag NRW schafft, nur noch in den Feiermodus wechselt.
Dieser Dilettantismus sollte Konsequenzen haben, die nächste Wahl steht vor der Tür!

Statement der Pressestelle der LINKEN

Nachtrag vom 17.03.2019 - Und leider passen wir nicht mehr zusammen DIE LINKE und ich!

Nach einigen unmöglichen Machenschaften aus der Landeszentrale sowie des Kreises (vermutlich die selben Seilschaften) habe ich mich endlich durchgerungen, dieser Partei endgültig den Rücken zu kehren. Grauenhaft, was da offensichtlich in der Partei abgeht. Hat schon seinen Grund, warum Sahra Wagenknecht auf eine erneute Kandidatur als Fraktionsvorsitzende verzichtet.

Meine öffentliche Austrittserklärung aus der Partei DIE LINKE, in der ich auf die Probleme, die einer demokratischen Partei, die auch für Meinungsfreiheit stehen muss, unwürdig ist hier: