Was ist bloß mit den LINKEN los?

(Beitrag vom 12.05.2017 korrigiert am 23.05.2017)


Haben die verlernt zu kämpfen?
Oder bin ich nur mal wieder falsch links abgebogen?


Gestern Abend 11.05.2017 kam es zu einem Eklat bei “Illner”. Erklärungsnotstand für Sevim Dagdelen und Sascha Wagner.
Linken-Politikerin sagt wenige Stunden vor der Sendung ihren Auftritt ab, hieß es.


Das Problem für die Linken war, dass ihre Abgeordnete Sevim Dagdelen laut dem Sprecher mit der AfD-Parteivizechefin Beatrix von Storch in der Sendung separat zusammentreffen sollte.

Na und, um so besser - die Beiden hätten sich sachbezogen auf ihre kontroversen Themen konzentrieren können und alles ohne durch das Roth-Gekeife gestört zu werden. Und zwar trotz der eigentlich noch klarzustellenden Ungleichbehandlung dieser beiden Parteien gegenüber dem Rest.

Diese Chance hätte man nutzen können. Nein, man hätte sie nutzen müssen.


In dieser wirklich, bis auf das hysterisch Geschreie der Claudia Roth guten Sendung, haben sich die Grünen berechtigter Weise völlig abgeschossen. Das gab mindestens -2% Punkte!

Die hätte man gut mit umgekehrten Vorzeichen auf dem eigenen Konto verbuchen können. Wetten, die Sahra Wagenknecht hätte das mühelos geschafft. Durch diese völlig  dilettantische Strategie der LINKEN NRW, bei der man nicht von einer intellektuell hochwertiger Planung ausgehen kann,  hat womöglich die AfD einen postiven Zugewinn zu verzeichnen und den Rahm der Grünen mit ihrer ähnlich dilettantisch aufgetretenen Roth gleich mit abgeschöpft.

Nach was für Kriterien werden eigentlich die Kandidaten und die interessanten Themen für die LINKE ausgewählt?
War das Thema für diese Kandidatin und den „Wahlkampfstrategen“ der LINKE NRW zu brenzlich, hatte sie keinen Mut, waren ihre Gegenargumente zu schwach, hat sie überhaupt tragbare zur Verfügung?

Da hätte ich doch glatt mal ein paar Fragen an Sascha Wagner, dem Landesgeschäftsführer und Wahlkampfleiter der LINKE NRW nach einer erkennbaren Strategie - wenn da überhaupt eine zu finden ist.  Zumindest ist diese Vorgehensweise sehr erklärungswürdig.
 
Was ist bloss mit der LINKEN los NRW-Landtagswahl 2017
Aber ich bin ja durchaus selbstkritisch.
Womöglich irre ich mich im Vorwurf des Dilettantismus und das war exakt so gewollt und ich verstehe das wegen intellekueller Schwierigkeiten nur nicht.
Ein paar Tage vor der Landtagswahl des größten Bundeslandes, dessen Wahlergebnis durchaus ergebnisprägend für die nächsten großen Wahlen im Herbst sein können, die mit Abstand interessanteste Gratisplattform mit einem Millionenpublikum nicht nutzen zu wollen, muss extrem wichtige Gründe gehabt haben. Zu diesen sollten sich die „Wahlkampfstrategen“ und Kandidaten der LINKEN NRW einmal bekennen. Oder ist das zu viel verlangt?

Eines noch. Es ist eine Sauerei, diesen beiden Parteien nur einen Platz am Stehtisch zuzubilligen.
AfD und LINKE gegeneinander. Ja, genau mit den dann sicher brisanten Themen brauchen sich die sogenannten ethablierten Parteien nicht mehr beschäftigen. Das gibt keine blauen Augen.
Obwohl Oppermann und ganz besonders die hysterisch kreischende Claudia Roth haben sich nach meiner Einschätzung selbst ganz schön blamiert. Manchmal war das kaum zu ertragen. Ausgewogenheit eines öffentlich-rechtlichen Fernsehsenders sieht für mich anders aus.

Nichtdestotrotz hätte ich nicht kampflos auf diese kostenlose Werbung ein paar Tage vor der Wahl verzichtet. Warten wir den Sonntag ab, wie dies alles ausgeht.


Jetzt bin ich praktisch ein Bio-Linker
(sagt man das? Ich weiß das nicht mehr genau, ich kenne mich mit der Mainstreamsprache nicht mehr aus und verweigere mich). 

Seit ich politisch denken kann, bin ich links. Einstieg bei den wirklich harten Kommunisten, voller Ideologien, voller Ressentiments gegen alles was denen widersprechen könnte, dann bis zu Schröder nur noch als braver, womöglich dummer Wähler der SPD. Andere Sachen zählten, vieles war wichtiger, man steht ja schließlich voll im Leben.
Ja diese kurze Episode bei den Kommunisten hat mich in nicht ganz 2 Jahren im Alter von gerade mal 20 Jahren etwa Anfang der 70’er Jahre sehr schnell gelehrt, Ideologien, ohne sie ständig neu zu hinterfragen, führen nie zum Ziel. Ich war Mitglied dieser kleinen Gruppe die sich „Intellektuelle“ nannte, selbstverständlich mit weniger Rechten - weil wir ja nicht die klassischen Arbeiter waren. Das war nichts mehr für mich.

30 Jahre Familie, Arbeit, Karriere, neue Hoffnungen auf ein vereintes und friedliches Europa und man glaubt es kaum, die Wiedervereinigung - Alles wird gut!

Wir haben es uns gemütlich eingerichtet. Viel zu lange Kohl, die schnelle und unüberlegte Euro-Einführung, die kaum einer verstehen konnte und wollte.
Doch um die Jahrtausendwende kam die Wende.

Noch mal Glück gehabt, die Sozialdemokraten sind wieder da.  (dachten wir)
Zusammen mit den Grünen, die ich auch oft auf den Anti-Atom-Demos begleitet habe, haben WIR das Ruder wieder in der Hand - Das neue Jahrtausend, es kann nur besser werden!

Doch plötzlich nach wenigen Jahren Rot/Grün an der Macht, der Agenda2010 und dem Hartz4-Gesetz, bin ich auf einmal wieder aufgewacht. Ich wischte mir die Augen, das kann doch jetzt nicht wahr sein!

Kinder, Enkel, Urenkel, Familie, Beruf wofür?
Wenn selbst die „Sozialdemokraten“ alles Soziale, alle Sicherheiten, die Zukunft und die Hoffnungen auf ein wenig Glück,  an die gierigen und niemals zufriedenen „neoliberal“ Gläubigen ganz eigennützig verscherbeln. Für ihren eigenen Machterhalt, für die Befriedigung der Lobbyisten und Zocker aus Wirtschaft und Banken werden die Hoffnungen ganzer Generationen geopfert. Ganze Länder werden ausgebeutet.
Alte Menschen, Mütter mit Kindern stellen sich heute an, in diesen Suppenküchen die man Tafeln nennt. In der Hoffnung ein paar dieser Abfallprodukte eines der reichsten Länder dieser Welt, eben kurz vor Verfall noch zu ergattern, weil es für ein auskömmliches Leben nicht mehr reicht. Ich ahnte, was da noch kommen könnte.

So half ich mit, die WASG (Wahlalternative Soziale Gerechtigkeit)
für den Niederrhein zu gründen, denn es muss sich wieder was tun in unserem Land. Die Webseite habe ich erstellt, unterhalten und finanziert.  Im Giessener Kreis, stundenlange Gespräche über das richtige Programm, das gab Mut - Wir schaffen das!

Dann auf einmal, bevor wir es richtig bemerkten, der Zusammenschluss mit der PDS. Gesteuert von den Abtrünnigen und womöglich auch Enttäuschten aus SPD und Gewerkschaften, haben sie es schnell geschafft, das Ruder herum zu reißen. Sie hatten ja Erfahrung mit Organisationen und auch mit Macht, sie kannten das Spiel - wir waren raus - die LINKE war geboren.

Aller Illusionen an das „es muss auch anders gehen“ beraubt, zogen sich viele der alten Mitstreiter zurück, oder gingen als Statisten unter.
Viele wählten gar nicht mehr, weil es ja eh nichts bringt!

Jetzt, etwas mehr als 10 Jahre nach diesem Dessaster der nächste Weckruf!
Die Enkel sind zum Teil erwachsen, der erste Urenkel kündigt sich an, wo ist deren Zukunft, haben die überhaupt noch eine? - SO NICHT, das war klar!

Wie sagte eine meiner liebenswerten, fast erwachsenen Enkeltöchter nach einem Gespräch über Politik und erlebter Geschichte dieses Landes zu mir?
„Der Rote Großvater erzählt“ - du solltest ein Buch schreiben!
Im Internet schreibst du ja auch sehr viel, kennst dich aus, hast keine Angst und stehst zu deinem Wort.

Na ja, wer schreibt, der bleibt heißt es. Nein, bleiben wollte ich nicht mehr. Die letzten und hoffentlich noch lebenswerten Jahre dürfen nicht vergeudet werden. Ich muss wieder etwas tun.

Eine Frau war mir auf der politischen Bühne aufgefallen.

Diese Sahra Wagenknecht, ihre Bücher habe ich alle gelesen, viele ihrer Reden und Interviews verfolgt und selten habe ich solche Eloquenz gepaart mit Intelligenz und Ruhe erlebt. Und ansehnlich ist sie auch noch - sie macht Gestalt (Darf ich das heute noch sagen ohne gesteinigt zu werden?).  Anders als die Kanzlerin und auch Gregor Gysi, dem anderen großen Redner dieser linken Partei, war sie viel zu jung um damals in der DDR etwas von dieser möglichen Schuld auf sich geladen zu haben.

Da schau ich mal genauer hin. Aufnahmeantrag bei den LINKEN. 

Doch was war das? Aufnahme abgelehnt? Wie kann das sein? Was habe ich falsch gemacht?

Dies alles aufzuzählen führt jetzt zu weit und ist ein eigenes Kapitel, was sicherlich in Kürze noch belegbar ausgefüllt wird. Hier die Kurzform:

  1. Vorladung zu einem Gespräch mit 2 Mitgliedern des Kreisvorstandes.
    Einen kannte ich schon von etlichen Gesprächen aus den letzten Jahren immer zum 1.Mai mit seinem Stand der LINKEN. Heute ist Sascha Wagner der Landesgeschäftsführer und Wahlkampfleiter der LINKE NRW. Immer lächelnd, nie etwas sagend - er gab einfach keine Angriffsfläche. Uninteressant für mich, ich wollte mich reiben, ich wollte meine Einstellung prüfen, bessere Argumente hören. Für eine halbe Stunde ging das meistens gut - na ja!

  2. Ablehnung Begründung: „Eine gedeihliche Zusammenarbeit sei nicht gewährleistet“
    wegen meiner Ablehnung der grenzenlosen Migration und der kritischen Einstellung gegenüber einer befürchteten Islamisierung unserer Gesellschaft.

  3. Einspruch meinerseits mit folgenden zwei Treffen und Gesprächen mit der Landesschiedskommission der LINKE NRW.
    Sie konnten nicht anders - Einspruch stattgegeben.

    Dieses Desaster geht jetzt schon fast ein Jahr, mit 2 Sitzungen vor der Landesschiedskommission, die meinem Einspruch schließlich stattgegeben hat. Bei der ersten Sitzung wurde von S.Wagner kurzfristig eine Absage (ohne Begründung) mitgeteilt, wodurch der zweite Termin notwendig war.

    Die Mitglieder der Schiedskommission möchte ich hier allerdings ausdrücklich loben, da sie sich überaus fair verhalten haben und ich mich bei beiden Terminen in dieser Runde sehr wohl gefühlt habe.

    Sascha Wagner, hat sich nach Aufforderung durch die Leitung dieser Kommission geweigert, dass in dieser Runde übliche „Du“ auch auf mich anzuwenden, was mir natürlich weitere  Rückschlüsse auf ihn vermuten lässt.
    Nach Bekanntgabe der Landesschiedskommission fühlte er sich relativ erbost genötigt, sofort zu erklären, dass er Einspruch gegen diesen Entscheid vor der Bundesschiedskommission erreichen möchte.

Tatsächlich, bereits einen Monat nach der Einspruchsfrist flatterte er ins Haus, der Einspruch des Sascha Wagner.
Einen Monat verspätet und initiiert durch einen Landesgeschäftsführer und Wahlkampfleiter der LINKE NRW ("Ich habe jetzt Personalverantwortung" muss er betonen)?
Wie darf ich das bitte verstehen, passt da etwa etwas zusammen? Hat das sogar etwas mit dem desaströsen Abschneiden der Linken in NRW zu tun?

Das ist jetzt über 4 Monate her, ohne eine einzige Nachricht dieser Bundesschiedskommission, trotz Bitte um eine Darstellung des Zwischenstandes.

Ich kann einfach nicht mehr anders, als hier eine Art Zermürbungstaktik zu vermuten.

Wie viele Jahre werden wir noch experimentieren können?

Wie viele Jahre Überflutung werden unserer Sozialsysteme noch vertragen?
Wie viele Jahre wird unsere Gesellschaft dem Druck von rechten und muslimischen Extremisten (die auch oft wie der Wolf im Schafspelz oder anders wie trojanische Pferde wirken) noch standhalten?
Ja, und hier meine ich auch viele derer, die sich in vermeintlich harmlos auftretenden und durch Parteien und Kirchen hofierten Organisationen wie DITIB etc. organisieren und noch in der 3 Generation (38%) behaupten, die Scharia steht über dem Grundgesetz. Fehler machen natürlich nur wir aus der Mehrheitsgesellschaft, wie mir am 10.05.2017 bei Maischberger (Beethoven oder Burka) wieder weisgemacht werden sollte. WIR haben uns nicht bemüht und sie sind ja alle so verletzlich.

GroKo, Ampel oder SchwarzGelb sowie AfD sind KEINE Lösung. Nur darauf habe ich seit über einem Jahr hingewiesen. Dafür kämpfe ich seit einem Jahr um die Aufnahme bei der LINKEN NRW. Sind ähnliche Kräften am wirken, die den ideologischen Sprung, den Sahra Wagenknecht immer wieder versucht, auch zu verhindern wissen?

Wer bekommt von wem Torten ins Gesicht, wenn klare Aussagen nach Obergrenzen und "Wer Gastrecht missbraucht, hat Gastrecht verwirkt" vollkommen berechtigt geäußert werden?

Habe ich von anderen Linken noch nicht gehört. Ich kann auch gut zwischen den Zeilen lesen und hören. Die Mimik in Sahra Wagenknecht's Gesicht konnte ich auch verstehen, als von Teilen der Parteiführung Stellung dazu bezogen wurde.

Aber ehrlich gesagt, ich weiß auch nicht, wie man das noch an der Wahlurne lösen kann.
Es werden in den nächsten Jahren Grundlagen geschaffen, die vermutlich unumkehrbar sind, wenn sich in den Köpfen bestimmter Personen und oft machtgeilen "Lenkern" und Postenjägern der Parteien nichts ändert.
Ein weiter so - geht nicht. Richtig leiden werden unsere Kinder und Enkel.

Und ehrlich gesagt, ich habe die Schnauze wirklich langsam voll,

ich werde mich wehren, soweit ich das noch kann. Und zwar ohne weiterhin falsche Rücksichtnahme auf Parteigeklüngel, Mainstream, religiöse Minderheiten und anderer immer verletze Mimositäten.

Ich bin auch verletzt und ich lebe hier in diesem Land als sogenannter "Bio-Deutscher" ein neuer Kunstbegriff, den ich bisher auch noch nicht gehört habe. Ist das vergleichbar mit Bio-Käse oder was soll der überhaupt sagen?

Ich bin dafür, dass wir Menschen in Not helfen, aber nur in unseren Möglichkeiten. Ich bin auch dafür, dass wirkliche Flüchtlinge und auch Minderheiten geschützt werden sollen, wenn sie im Gegenzug auch meine Kultur schätzen wollen und nicht dauernd verlangen, dass ich mich ihren Wünschen unterzuordnen oder zueigen zu machen habe.
Ja, und klar ich bin auch dafür, das wir dieses völlig aus dem Ruder gelaufene, inhumane und menschenverachtende weltumfassende Finanz- und Wirtschaftssystem bekämpfen.

Weil wir schon denken, dass man an der Wahlurne kaum mehr etwas ändern kann sind wir (eine Gruppe von Freunden) auf folgende, zugegeben vollkommen abgehobene Idee, gekommen:

Der Bürgerlobbyist fehlt bisher




Quellen:

Um diese Sendung ging es
https://www.youtube.com/watch?v=uvRHqE6ZWdY


maischberger | 10.05.17 | Beethoven oder Burka - Braucht Deutschland eine Leitkultur?
https://www.youtube.com/watch?v=ABMEJyaTpeA


Nachtrag:

Hier der Fairness halber die Begründung von Sevim Dagdelen und ich habe es befürchtet.
„Notruf im Wahljahr – wie sicher ist Deutschland?“ ist kein Thema für NRW? - Ach so! NRW gehört nicht mehr zu Deutschland und wir in NRW haben nicht ähnliche Probleme wie im ganzen Land!

Schade, denn sehr gut wäre die vollständige, Begründung vor einem Millionenpublikum gewesen. So kommt es mir sehr dünn, unschlüssig und dürftig rüber.


Sevim Dagdelen (Abschrift aus einer Grafik in Facebook)

Ich hätte heute Abend gerne bei "Illner Spezial" zum Thema "Innere Sicherheit" mit diskutiert.
Leider war es nicht gewünscht, dass ich als Vertreterin der größten Oppositionspartei im Deutschen Bundestag
mit Vertretern von CDU, SPD, FDP und Grünen am Tisch mich auseinandersetze.

In der 75 minütigen Sendung sollte ich im Publikum sitzen, zwischendurch mit einer Vertreterin der AfD ein insgesamt 10 minütiges Streitgespräch an einem Stehtisch führen und im Anschluss wieder im Publikum Platz nehmen.

Begründet wurde dies damit, dass AfD und Linke nicht im NRW-Landtag vertreten seien und die Sendung zur NRW-Wahl stattfinde.
Allerdings: die Linke ist im NRW-Landtag mit einem Abgeordneten vertreten. Und spätestens mit dem Trailer und der Ankündigung zur Sendung wurde klar, es geht doch nicht um länderspezifische Themen und nur die NRW-Wahl, sondern um bundespolitische Themen, auch im Hinblick auf die Bundestagswahl. Deshalb sind auch offenbar keine NRW-Politiker in der Runde. Aus diesen Gründen kommt eine Ausgrenzung der Linken aus der..... (hier bricht der Text ab)


Facebook-Quelle hierzu




Nachtrag2:
(zur Stellungnahme der Linken)

Die LINKE bei "Illner-Spezial“ am Katzentisch?

Das ist tatsächlich eine große Sauerei, keine Frage. Ausgewogenheit bei öffentlich rechtlichen Fernsehsendern sieht für mich völlig anders aus.

Aber für die LINKE empfinde ich die Reaktion als eine strategische Fehlentscheidung erster Güte. Was haben sich die Verantwortlichen dabei nur gedacht?

Diese Entscheidung hat etwas Mimosenhaftes und passt nicht zu einer Partei, die für soziale Gerechtigkeit KÄMPFEN will. Auf dieser See weht ein extrem rauer Wind, dem man sich kämpferisch entgegenstellen MUSS.

Ehrlich, und ich schrieb das schon an anderer Stelle, es ist nicht nachvollziehbar z.B. allein nur schon der AfD kampflos das Feld zu überlassen. Storch hat m.E. erheblich davon profitiert und keiner im Land bekam die Probleme hinter den Kulissen wirklich mit.

Mich würde mal interessieren, wie die alten "Schlachtschiffe" der LINKEN wie z.B. Oskar Lafontaine, Gregor Gysi und ganz besonders Sahra Wagenknecht WIRKLICH darüber denken.

Die angebotene öffentliche Bühne hätte genutzt werden MÜSSEN, dies klar zu stellen.

Das war NIX, das war ein Eigentor und könnte sich bitter rächen. Kämpfen kann man kaum lernen, das liegt im Blut, die rauhe Bühne der Politik ist nichts für zaghafte und verletzliche Weicheier. Das gilt besonders auch für eine Partei, die sich diesem ganzen "neoliberalen" inhumanen Mist, der bereits die ganze Welt beherrscht, entgegen stellen möchte.

Ein gut gemeinter Rat:
Ich hoffe nicht, dass die LINKE, falls sie wirklich den Einzug in den Landtag NRW schafft, nur noch in den Feiermodus wechselt.
Dieser Dilettantismus sollte Konsequenzen haben, die nächste Wahl steht vor der Tür!

Statement der Pressestelle der LINKEN