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 Mercedes C-Klasse - Trotz erheblicher Mängel noch Deutsche Wertarbeit ?

(Beitrag vom 25.09.2006 korrigiert am 11.10.2010)

Ist ein Mercedes C-Klasse trotz erheblicher Mängel noch deutsche Wertarbeit oder made in germany?

Ich fahre jetzt seit über 4 Jahren einen C-Klasse Kombi Erstzul. 09.1999. Anfangs dachte ich, ein Schnäppchen gemacht zu haben zumal das Fahrzeug sämtliche Inspektionen ohne Probleme durchgestanden hatte.

Doch nach ca. 10 000 km bei Kilometerstand 65.000 wurde festgestellt, dass der Auspuff Totalschaden hat (Materialermüdung!!!). Meine Rückfragen bei Mercedes ergaben,  daß Kulanz nicht zugesagt werden kann - aber man wolle später versuchen, zumindest einen Teil des Reparaturbetrages auf dem Kulanzweg zu erstatten.


 

Hiermit war ich nicht einverstanden. Ich wechselte zu einer freien Werstatt, die mir dann den gesamten Auspuff zu einem Bruchteil des Mercedes-Preises austauschte. (Der Auspuff, ein Noname-Produkt hält bis heute - Kilometerstand 120.000!)

(Nachtrag Juni 2010 - 190.000 km - also mehr als die 3 fache Lebensdauer des Originalproduktes!!)


Bei 70.000 zeigte die Tankanzeige alles, nur nicht den Restbestand der Tankfüllung an. Die Diagnose einer Mercedes-Werkstatt ergab, dass der Tankgeber defekt sei - aber man hätte heute vergoldete Kontakte - die würden länger halten. Reparaturkosten 480,- EUR. Kulanz natürlich wie oben. Ich verzichtete und seltsamerweise zeigte die Tankanzeige ohne die angeblich erforderliche Reparatur nach etwa 3 Monaten wieder ordentlich an, was bis heute andauert.


Bei ca. 90.000 beissender Qualm aus dem Armaturenbrett, Ich dachte, das Fahrzeug brennt. Doch wieder ging ein Teil defekt, was eigentlich nicht kaputt gehen darf. Der Gebläsemotor. Austausch natürlich über eine freie Werstatt ca. 300-EUR.


Bei 110.000 öffnete sich das hintere Fenster wärend der Fahrt. Ursache war ein durchgerostetes Stahlseil im elektr. Antrieb des Fenstermechanismus. Hier musste der gesamte Antrieb incl. Motor und Steuerung ausgetauscht werden. Preis ca. 250 EUR in einer Mercedes Werkstatt!
Man merke, ein durchgerostetes Stahlseil bewirkt den Austausch der kompletten Mechanik incl. Motor und Steuerung so wie man das bei Wegwerfartikeln, was ein KFZ dieser Preiskategorie doch sicher nicht sein sollte, gewohnt ist.


Heute muckt auch noch die elekronische Regelung des Gebläses. Wahrscheinlich ein Folgeschaden des verbrannten Gebläsemotors.

Rost an der Heckklappe Mercedes C-Klasse

Berücksichtigt man nun auch noch den Rost rund um den Griff an der Heckklappe, stellt sich mir die Frage, ob dieses KFZ wirklich noch unter die Rubrik Deutsche Wertarbeit einzuordnen ist.


Links im Bild die vollkommen durchgerostete Heckklappe nach 5 Jahren!


Rost ist ein Thema, welches sich an diesem "Qualitätsprodukt" an allen Stellen nach bereits 8 Jahren zeigt. Ein Nachbar zeigte mir an seinem über 20 Jahre alten Mercedes, dass dieser nicht mehr Rost als mein Fahrzeug hat.

Made in Germany stimmt ja offensichtlich schon lange nicht mehr obwohl der Preis dieses Fahrzeuges das ja vorgaukelt. Besonders beunruhigen mich solche Artikel wie auf dieser Webseite wenn ich sehe, dass an meinem Fahrzeug sehr viele Teile, die kaum beansprucht werden ausgefallen sind.


Diesen Artikel schreibe ich, da ich heute erfahren habe, dass Mercedes um Produktionskosten zu sparen, auf etwa 8500 Mitarbeiter in deutschen Standorten verzichten will. Ich bin gespannt, ob jetzt noch mehr Teile dieser Fahrzeuge aus Billiglohnländern importiert werden und wann dafür nun endlich auch die Preise für Mercedes-Fahrzeuge sinken, da ja der Qualitätsanspruch Made in Germany für Daimler-Chrysler offensichtlich nicht mehr gilt.


Ich verstehe nicht, das solche, ursprünglich auf Werte achtenden Firmen ihre Ziele komplett verloren haben und nur noch von dem Gedanken des shareholder value getrieben und den daraus resultierenden Fehlinvestitionen wie z.B. Mitsubishi und Crysler den Verlust von unendlich vielen Kunden und damit auch Arbeitsplätzen in Kauf nehmen. 


Zum Schluss bin ich noch gespannt, wie hoch die Abfindung des ausscheidenden Jürgen Schrempp sein wird - obwohl, über die masslosen Spitzengehälter und Abfindungen dieser Globalplayer regt sich ja heute kaum mehr einer auf.


Eine kleiner Nachtrag hierzu:

vor zwei Monaten (August 2006) sollte ein kleiner Unfallschaden (1500,-EUR) in einem Mercedes Autohaus in Zittau (Sachsen) repariert werden. Da mir diese Mercedes Fachwerkstatt keinen Leihwagen kostenlos für einen Tag zur Verfügung stellen wollte nahm ich von der Reparatur abstand. Nach Rücksprache mit meiner Versicherung wurde mir eine freie Werkstatt in Görlitz (ca 50 km entfernt empfohlen) Diese Werkstatt holte den Wagen ab, gab mir gratis einen Leihwagen und brachte mir den reparierten Wagen wieder nach Zittau. Das ist Service - leider nicht a la Mercedes.
Übrigens auch meine freie Werkstatt in Bottrop stellt mir für Reparaturen und Inspektionen gratis einen Leihwagen zur Verfügung.

 


Ein Nachtrag Juni 2010


Das Fahrzeug hat bis jetzt 190.000 km gelaufen.

Motormäßig ist alles einwandfrei.

Bei einer Inspektion wurde erkannt, dass beide Federn an der Vorderachse gebrochen sind! - Wie ich finde ein katastrophaler, nicht zu akzeptierender und gefährlicher Schaden, der auch auf schlechte Materialqualität schliessen lässt.


Bald ist ein neues Fahrzeug fällig und ich überlege mir, ob ich nochmals für ein in der ganzen Welt zusammengekauftes und damit überteuertes Fahrzeug dieses "Deutschen Herstellers" sehr viel Geld bezahlen soll oder gleich zu einem deutlich preiswerteren "Asienanbieter" wechsle, der kaum schlechtere Materialien verbaut haben wird und wie ich gelesen habe, teilweise sogar bis zu 7 Jahre Garantie bietet.


Übrigens, wir hatten noch ein Mercedes gekauft.  Einen Smart, der mit 100.000 km einen Totalschaden am Motor hat.
Als ich diesbezüglich im Internet recherchierte, ist mir aufgefallen, dass bei diesem Modell mit ähnlichen Schäden ab 50.000 km zu rechnen ist. Es gibt sogar Spezialwerkstätte, die sich auf den Austausch dieser Smart-Motoren spezialisiert haben - Offensichtlich ein lohnendes Geschäft mit dieser "Nobelmarke".


Für mich alles in Allem eine sehr schlechte Erfahrung, die man bei den meisten bekannten Herstellern "Deutscher Produkte" betrachten kann. Uns Verbrauchern wird vorgeworfen, dass wir nach der "Geiz ist Geil" Methode einkaufen. Was aber nicht stimmt:


  1. Diesen Spruch haben nicht die Verbraucher erfunden sondern ein bekannter Media-Grosskonzern.
  2. Zuerst sind die Hersteller der  "Geiz ist Geil" Mentalität verfallen und haben uns Verbraucher mit "Billigprodukten"
    zu überteuerten Preisen ihre unter dem Namen eines Deutschen Herstellers verkauften Produkte angedreht.
  3. Heute bleibt uns Verbrauchern leider nichts weiter üblich, diese Mentalität zu übernehmen, wenn wir nicht betrogen werden wollen.
Schade für unser Land, was einmal weltweite Anerkennung mit "Made in Germany" hatte!