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 Lebensversicherung, Direktversicherung und Rechtsstaat

(Beitrag vom 24.08.2011 korrigiert am 27.10.2016)


Hurrah, wir leben in einem Rechtsstaat!

Was heißt das eigentlich?

Unter Rechtsstaatlichkeit fällt erst erstes einmal der Begriff Rechtssicherheit.
Da unserer Politiker uns immer versichern wollen, wir leben in einem Rechtsstaat, gehen wir einmal davon aus, dass Rechtssicherheit in unserem Staat gewährleistet ist.

Wie seht das nun in der Praxis am Beispiel der, gerade durch unsere Sozialpolitiker eingeforderten eigenverantwortlichen Alterssicherungssysteme wie Lebensversicherungen bzw. Direktversicherungen aus?


Rechtsstaat und Direktversicherung

Beispiel Direktversicherung
:

Alte Verträge aus Direktversicherungen (Eine besondere Art der Lebensversicherung) wurden 2004 im Nachhinein durch die ehemalige Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) mit einem Zwangsbeitrag zur Krankenkasse sowie der Pflegeversicherung belastet. Dies bedeutet, dass  nach Auszahlung der Versicherung für 10 Jahre 0,12% der Auszahlungssumme für die Berechnung des monatlichen Zusatzbeitrags zu zahlen sind (für 46.000,- EUR fallen demnach ca. 68,-EUR monatlich an und das für 10 Jahre, unabhängig wie hoch die Rente ist!).
Damit hat bei Vertragsabschluss sicher keiner gerechnet. (Siehe auch unter Direktversicherung)
Dies stellt für mich keine Rechtssicherheit dar!

Beispiel Lebensversicherung:

Dank massiver Forderung unserer Politik nach eigenverantwortlicher Altersvorsorge besitzt laut Statistik jeder Deutsche eine Lebensversicherungen als Altersvorsorge oder um Immobilien abzuzahlen. Diese Art der Versicherung wird auch als "Kapitalbildende Lebensversicherung" bezeichnet. In Wirklichkeit kann das aber ganz böse ausgehen und in einer Sackgasse enden. Und wer gibt dem Versicherungsnehmer eigentlich die Garantie, dass nicht zukünftig durch Gesetzesänderung auch diese Art der Versicherung durch Zwangsabgaben bei Auszahlung belastet wird?

Die Versicherungskonzerne und ihre Interessenvertreter in den Parlamenten haben im Rahmen der Finanzkrise ein den Versicherungskunden kaum bekanntes Versicherungsaufsichtsgesetz § 89 geschaffen. Dieses Gesetz ermöglicht einen gewaltigen Eingriff in die Ersparnisse der Inhaber einer Lebensversicherung indem es, falls es die Vermögenslage des betroffenen Unternehmens erfordert, unter anderem Auszahlungen aus Lebensversicherungen zeitweise oder ganz zu stoppen. Und dies alles ausdrücklich unter der Verpflichtung selbst bei Auszahlungsstopp, die Versicherungsbeiträge weiter zu zahlen.

Siehe hierzu: http://www.wissensmanufaktur.net/kapitalvernichtende-lebensversicherung