Diese Website verwendet Cookies.

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Erklärung zum Datenschutz.

ZustimmenImpressumDatenschutz

 Ohne Religionsfreiheit keine Freiheit und auch keinen Frieden?

(Beitrag vom 23.12.2014 korrigiert am 25.06.2015)

Leserbrief NRZ vom 23.12.2014

Der Satz den sie von Volker Kauder (CSU/CDU-Fraktionschef) GEHÖRT haben.

„Ohne Religionsfreiheit gibt es heute auf der Welt keine Freiheit und auch keinen Frieden“

hat mich stundenlang zum Nachdenken angeregt. Was meint er eigentlich damit?

Unter Religionsfreiheit unterscheidet man zwischen positiver und negativer Religionsfreiheit. Nach der positiven Religionsfreiheit ist es Menschen überlassen, sich eine Glaubensgemeinschaft nach allen möglichen Glaubensvorstellungen zu schaffen – seien sie auch noch so obskur. Die negative Religionsfreiheit wiederum ist die Freiheit eines Menschen, sich zu keiner dieser Glaubensgemeinschaften zu bekennen – sich also frei von Glauben möglichst auf seinen Verstand und seine Intuition zu verlassen.
Rein logisch betrachtet kann er nur letzteres gemeint haben. Sich frei von Religionen zu machen, sich zu befreien vom Glauben dass auch nur eine dieser mehrere tausend Religionen mit all ihren Göttern irgendetwas zum Positiven ändern könnte auf dieser Welt, sich zu befreien vom Glauben das der sich ausschließlich durch Gier gelenkte Kapitalismus zum Wohle des Menschen ist, sich zu befreien vom Glauben das die Einführung der PKW-Maut mit der Begründung „Ausländer zahlen sonst nichts für die Benutzung unserer Straßen“ frei ist von Rechtspopulismus, sich zu befreien vom Glauben das Politiker ausschließlich zum Wohle ihrer Wähler  entscheiden, sich zu befreien vom Glauben das die Mächtigen dieser Welt diese so gestalten werden, wie wir uns das gemeinsam auch vorstellen wollen.

Ehrlich, Herr Kauder, ich hätte nie gedacht, dass ich ihnen einmal Recht geben werde - in diesem Sinn wünsche ich uns allen ein hoffentlich ausnahmsweise friedliches 2015.